Mithras und der Kölner Dom

Mein lieber astrologischer Mentor Alexander von Pronay hat ein Buch über den Mithras-Kult geschrieben.
Der Mithras-Kult wurde vor der Zeit des Christentums gelebt.

Das vergriffene Buch heißt:

Mithras und die geheimen Kulte der Römer

Aurum Edition 2000 Freiburg im Breisgau 1989 ISBN 3-591 -08286-4

Aus dem Kapitel : Vergleich der Religionen

Ein synkretistischer (d.i. vermischender) Zug des Christentums ist die unverkennbar auffallende Ähnlichkeit vom Gedanken eines sterbenden und wiederauferstehenden Gottes, wie es ihn auch in den Mysterienkulten gibt, allerdings nicht in der Mithrasreligion, wo ja nicht Mithras stirbt, sondern der Stier, wenn auch dieser die Kraft hat, Pflanzen und Tiere durch sein Blut zu schaffen.

Die Parallelen sind zahlreich. Das heilige Mahl der Mithrasten findet seine Entsprechung im christlichen Abendmahl, das nicht nur eine leibliche Stärkung ist, denn wer Brot und Wein zu sich nimmt, eignet sich Christi Lebenskraft an.

Es ist daher ebensowenig gleichgültig, was man genießt und wie man es tut. Solche Gedanken führen in mystische Bereiche.

Das frühe Christentum gewann nicht zuletzt seinen Einfluß auf die Massen, weil es mit seinen Riten und Weihen durchaus ähnliche Vorgänge wie die Mysterienreligionen anbot. Ja, das Christentum wurde zum größten Mysterium schlechthin.

Für die Taufe wird Wasser exorzisiert: Es wird gereinigt, von bösen Geistern befreit, geheiligt. Auch die Vorstellung, daß sich weißer Wein in rotes Blut Christi verwandelt, mußte von den Menschen im 3. und 4. Jahrhundert als ein mystisches Erlebnis aufgefaßt werden.

Gerade weil Apologeten wie Justinus und Tertullian behaupteten, daß die Mysterienbräuche eine teuflische Nachäffung christlicher Riten seien, machten sie deutlich, wie nahe verwandt die geistigen-religiösen Strömungen der Zeit waren, die in mystischen Äußerlichkeiten mündeten. Heiden wie Christen bezichtigten sich, Riten und Gebräuche voneinander übernommen zu haben.

Dabei wird übersehen, daß Mysterienreligionen wie Christentum vielfach gemeinsame Wurzeln haben. Das Christentum stammt aus dem Judentum, das durch die Babylonische Gefangenschaft entscheidende Impulse erhielt.

Es sind dieselbe Landschaft und dieselben Verhältnisse, die ihrerseits auch den Mithraskult geprägt haben. So brauchen wir uns nicht zu wundern, wenn sich Riten und Weihen bei Heiden und Christen ähnlich vollzogen.

Eine deutliche Parallele finden wir zwischen der christlichen Taufe und den entsprechenden Initiationsriten der Mysterien. Tertullian, der sich z.B. über die geheimen Gebräuche des Mithraskultes recht genau orientiert zeigte und auch über die anderen Mysterienreligionen Bescheid wußte, stellte die zu seiner Zeit vollzogene christliche Taufe als eine recht einfache Handlung dar, im Gegensatz zum komplizierten und z.T. pompösen Ritual der Mysterien.

Aber nach und nach erweiterte sich der christliche Taufakt zu einem ganzen Komplex sakraler Riten, die in ihrer Bedeutung immer selbständiger wurden. So war es im griechischen Ritual im 4. Jahrhundert bereits üblich, daß der Priester dem Taufkandidaten den Gürtel löste, ihm die Kleider und Schuhe auszog, so daß dieser nur mit dem Untergewand bekleidet, ungegürtet, barhäuptig und ohne Schuhe mit Blick nach Osten hingestellt wurde. Dann sprach der Priester die Formel zur Beschwörung der Dämonen.

Wenn der Täufling in das Taufbecken stieg, durfte er keinerlei Schmuck an sich haben, und das Haar der Frauen mußte aufgelöst und durfte nicht zu einem Knoten zusammengenommen sein.

Nach dem Kirchenlehrer Cyrill von Jerusalem (315 – 386) mußte der Taufkandidat beim Exorzismus das Haupt verhüllen: „Verhüllt ist dein Antlitz, damit hinfort deine Seele gesammelt sei, damit dein umherschweifender Blick nicht auch das Herz ausschweifend mache. Während dir aber die Augen verhüllt sind, hindert die Ohren nichts, das Heilswort zu vernehmen.“

Das Verhüllen des Hauptes wie das Ablegen der Kleider und Schuhe findet sich aber auch bei den kultischen Reinigungen in den Mysterien. Es gibt Darstellungen, auf denen der Myste nackt in kniender Stellung oder leicht bekleidet sein Opfer darbringt. Vielfach ist es üblich, die Einweihung in einen Mysterienkult barfuß zu vollziehen. Ohne Schuhwerk erfolgen aber auch Prozessionen, z.B. Bittgänge des Mißwuchs, die davon den Namen Nudipedalia trugen. Die Sitte des Anblasens bei der Beschwörung wurde von christlichen wie heidnischen Exorzisten gleichermaßen ausgeübt.

Solche Gemeinsamkeiten mochten die Mysten bei den Christen besonders verhaßt gemacht haben, doch konnte das Christentum nicht auf magischen Riten verzichten, weil sie im Zeitverständnis der Menschen eine zu große Rolle spielten.

In der Antike war es üblich, Götterstatuen oder heilige Steine zu salben. Firmicus Maternus berichtete von einer Salbung auch im Rahmen einer Mysterienfeier. Auch bei magischen Exorzismen wurde gesalbt.

In der alten Kirche herrschte keine Einigkeit, wie der Ritus der Salbung bei der eigentlichen Tauffeier zu erklären sei. Während das Wasser bei der Taufe die Sünden abwusch, sollte der Heilige Geist sich dem Täufling durch die Salbung mitteilen, besonders nach den im Orient vertretenen Auffassungen. Im Abendland war dagegen der Brauch des Handauflegens wichtig.

Die Sitte, den Täufling vor der eigentliche Taufe zu ölen, muß es schon in frühester Zeit gegeben haben. Sie könnte in den damaligen Badegewohnheiten wurzeln, nach denen man sich nicht nur nach dem Bade mit Öl salbte, sondern auch schon zuvor.

Dem Speichel maß man in der Antike besondere reinigende Kräfte bei, weshalb dieser auch in verschiedenen Mysterienbräuchen in diesem Sinne verwendet wurde. Wenn der taufende christliche Priester Ohren und Nase des Täuflings mit Speichel berührte, kann dies seine Ursache in den alten heidnischen Bräuchen gehabt haben.

Im 4. Jahrhundert wurde es Sitte, den gesalbten Täufling in ein weißes Leinengewand zu kleiden. Während der Osterwoche wurde es dauernd getragen, bevor man es in einem feierlichen Akt wieder ablegte. Den reinen, weißen Gewändern wurden schon in Athen besondere Bedeutung beigemessen. Es wurde solange getragen, bis es unbrauchbar geworden war bzw. bis man es als Weihegabe im Tempel darbrachte.

Auch der Mithrasgläubige, der in der Opfergrube sich mit Blut benetzen ließ, trug dieses Gewand weiter, um dadurch die Kraft des Weiheaktes aufrecht zu erhalten. Später symbolisierten andere Gewänder besondere zeitliche Hüllen.

Wenn auch neutestamentliche Gedanken ausdrücken, daß bei der Taufe das Anziehen eines neuen Gewandes symbolisch für den Wandel zu einem neuen Menschen steht, finden sich doch gerade hinsichtlich der Kleidungsgebräuche Parallelen zu heidnischen Kulten und Religionen, die nicht zu übersehen sind.

In den Mysterien wurden die Einzuweihenden bekränzt. Es fanden sich aber auch Stirnbinden, wie sie im Altertum von Priestern getragen wurden. Als Christmale diente die Kopfbinde zum Auffangen des Salböls, konnte aber auch einen besonderen Akt der Weihe ausdrücken.

Dem Feuer wurde reinigende Kraft zugeschrieben, es war sakral das wichtigste Element: Fackeln symbolisierten das Feuer bei den Mysterienfeiern des Mithras wie bei den Isisprozessionen. Auch die christliche Kirche konnte nicht auf den Gebrauch von Fackeln bzw. in späterer Zeit auf brennende Kerzen verzichten, die bei Prozessionen in der Hand getragen wurden, wenn die Neugetauften in die Kirche und damit in die Gemeinde einzogen.

Man sollte meinen, daß die Gegnerschaft zwischen Mithrasten und Christen in den Zeiten von deren Verfolgung besonders deutlich sichtbar geworden wäre. Dafür gibt es jedoch keine Hinweise. Einmal mag dies daran liegen, daß es für Christen eine ausgemachte Sache war, in Mithrasbekennern ihre Feinde zu sehen, da sich diese ja voll mit dem heidnischen Staat identifizierten und den Kaiserkult billigten, wie andererseits sich die Kaiser auf die Gesinnungstreue der Mithrasten verließen. Die großen Verfolgungen unter Diocletian beweisen dies.

Gerade damals erlebte der Mithraismus seine Hochblüte, in einer Zeit also, in der es so schwer wie nie zuvor war, die nach Bevölkerung und Wirtschaftsstruktur unterschiedlichen Teile des Reiches zusammenzuhalten. Obwohl keine direkten Beweise dafür vorliegen, daß es eine Art mithrischen Papst gegeben haben könnte, muß man annehmen, daß Rom eine Art geistiges Oberzentrum war, von dem Direktiven ausgingen, welche die Politik des Kaisers förderten bzw. die den Gemeinden ein Verhalten vorschrieben, das die integrierende Kraft des Glaubens an Mithras in den Dienst der kaiserlichen Sache stellte.

Die Mithrasten lebten in ihren lokalen Bruderschaften in engem und kameradschaftlichem Kontakt, was nicht nur bei militärischen Aktionen von Vorteil gewesen sein mußte, sondern brachte auch die Verbindung der Offiziere zu allen Bevölkerungsschichten und damit wahrscheinlich ein Vertrauensverhältnis zueinander zustande, das den Rahmen einer lockeren Kasino-Verbindung durchaus überstieg.

Es war die durch heilige Eide bekräftige Kampfgemeinschaft für Mithras, die sich gegen dessen Feinde richtete und für seine Freunde wirksam werden mußte, also auch für den Kaiser, der Mithras verehrte.

Der Kern des Offizierskorps war gut mithrisch gesinnt. Wenn es also lapidar heißt, die „Heiden“ hätten die Christen verfolgt, haben wir darunter in erster Linie die Mithrasten zu verstehen, die aus Gründen der Staatsräson gegen die Christen waren, weil diese von ihnen zwangsläufig als Staatsfeinde angesehen werden mußten.

Religiöse Gründe kommen für die Gegnerschaft wahrscheinlich weniger in Betracht, denn es ist bekannt, daß die Mysterienkulte einander keine Konkurrenz machten, und das Christentum ähnelte ihnen in mehr als einer Hinsicht.

Allerdings ist nicht vorstellbar, daß ein Christ sich auch hätte zu Mithras bekennen können. Das christliche Glaubensbekenntnis schloß dies völlig aus.

So lag das Unvermögen, sich einer anderen Religionsgemeinschaft zu eröffnen, auf Seiten der Christen, was es ihnen erschwerte, gegen andere Glaubensbekenntnisse tolerant zu sein. Bei einer solchen Beurteilung müssen wir uns davor hüten, von modernen Verhaltensweisen auszugehen.

Das Mithrasbuch ist vergriffen.

Einzelne Exemplare können in Antiquariaten oder beim AURUM-Verlag bezogen werden.

Noch ein Buchtipp:

„Ob man es nun wahr­haben will oder nicht:

Ein jeder, der den am Kreuz gestorbenen Jesus von Nazareth ver­ehrt, verehrt gleich­zeitig den fernen, heute weithin unbe­kannten Gott Mithras“.

Das klingt nach starkem To­bak, zumal im gerade ausklingenden Jubiläumsjahr des Kölner Doms.

Wer ist Mithras? Was hat er mit dem Dom zu tun?

Mithras sei im Dom zu Hause, behauptet der in Dresden le­bende Buchautor Ralf Günther mit der Unbefangenheit des Außenseiters, und er sei im Dom dergestalt präsent, daß die katholische Kirche damit ein Problem habe.

Ende des Kapitel-Auszugs.

Astrologie und Glaube

Quelle: ASTROWOCHE

Eine neue Zeit bricht an.
Die Frage des richtigen Glaubens war noch nie so wichtig wie heute.

Woran glauben Sie?

Jeder Mensch glaubt an etwas. Manche glauben an nichts – auch das ist eine Form von Glauben. Viele glauben an einen Gott. Nicht alle an den gleichen. Denn jeder Gott ist anders. Der eine ist gütig, der andere bestimmt, einer hört zu, der nächste gibt Befehle. Für Menschen war es noch nie so wichtig wie heute, den richtigen Gott zu finden.

Der Streit um den richtigen Glauben erschüttert die Welt seit Anbeginn des Denkens. Denn mit dem Denken kam der Glaube in die Welt. Für den einen Clan war das Feuer die Gottheit, für den anderen das Wasser, für einen dritten die Sonne, wieder andere glaubten an den Regengott. Geglaubt und verehrt wurde das, was die Menschen zum Überleben brauchten. Die Bauern hatten Erd- und Fruchtbarkeitsgötter oder – göttinnen, bei den Fischern waren es Wassergötter und Nixen, die Jäger und Sammler verehrten Tiere und Pflanzen. Egal woran – geglaubt wurde immer.
Die Menschen entwickelten sich, die ersten Städte entstanden, die Götter verschwanden von der Erde und stiegen in den Himmel auf. Sie waren nun nicht mehr dinglich begreifbar, sozusagen Götter zum Anfassen, sondern sie wurden vergeistigt. Es entstanden die großen Weltreligionen mit ihren vielen Ablegern und Abspaltungen. Die vier wichtigsten Weltreligionen sind:

DER HINDUISMUS
Er ist die älteste der vier Weltreligionen. Die ersten Berichte über diese Religion stammen von ca. 1 800 vor Christus. Der Hinduismus entstand in Indien, er ist eine Erfahrungs- und Volksreligion. Die Heilige Schrift des Hinduismus sind die Veden Upanishaden Brahmanas. Nach diesem Glauben gibt es 300 Millionen Götter. Das Weltbild des Hinduismus besagt: Diese Welt ist nicht die Wirklichkeit, sondern Trug und Schein. Sie ist dem Sanara unterworfen, dem Kreislauf der Wiedergeburten.
Der Mensch besteht aus einer Seele und der körperlichen Existenzform, und muss durch den Kreislauf der Wiedergeburten im Spannungsfeld von Karma und Dharma. Seine Erlösung findet er im Jenseits. Er muss aus dem Kreislauf austreten, dann geht seine Seele zu Brahman ein – er ist erlöst.
Die Wege zur Erlösung sind: Gebet, Opfer, Meditation, Askese, Liebe, Hingabe, Wallfahrt und der Totenritus.
Kultstätten und Heilige Stätten: Hausaltäre, Naturtempel, der Ganges, die Stadt Benares. Die Priester sind die Brahmanen, zugleich die höchste Kaste.
Der Hinduismus ist fast ausschließlich in Indien verbreitet.

DAS JUDENTUM
Das ist die zweitälteste Weltreligion. Sie entstand etwa 1 250 v. Chr. in Kanaan. Ihr Stifter ist Moses mit seinen Offenbarungen. Die Heiligen Schriften des Judentums sind die Thora, der Talmud und die Weisungen der Propheten. Es gibt nur einen einzigen, unsichtbaren Gott: Jahwe. Der hat die Welt aus dem Nichts erschaffen, als einen Ort, in dem sich der Mensch bewähren muss und in dem er die Güte Gottes erfährt. Der Mensch ist ein Geschöpf Gottes, sein Leib und seine Seele bilden ein Ganzes, er hat die Fähigkeit der verantwortungsvollen Freiheit und muss nach den Gesetzen Gottes leben. Seine Erlösung findet er im Jenseits.
Wege der Erlösung: Opfer im Tempel von Jerusalem, Gebete, Gottesdienst, Kult-Mahl.
Kultstätten und Heilige Stätten: Tempel, Synagoge, das Haus, die Klagemauer in Jerusalem.
Die Priester sind die Rabbiner und der Hausvater.
Das Judentum ist über die ganze Welt verbreitet.

DAS CHRISTENTUM
Entstand im 1. Jahrhundert nach Christi Geburt. Seine Gründer sind Jesus Christus und seine Jünger. Die Heilige Schrift ist die Bibel. Es gibt nur einen Gott und die Dreieinigkeit Vater, Sohn, Heiliger Geist.
Gott hat die Welt aus dem Nichts erschaffen. Der Mensch muss durch das Jammertal des irdischen Leides, bevor seine Seele nach einem gottgefälligen Leben im Paradies Erlösung findet. Lebt er wider die Zehn Gebote, droht ihm die Hölle.
Wege der Erlösung: Gebet, Beichte, gottgefälliges Leben, Pilgerfahrt, Buße tun.
Kultstätten und Heilige Stätten: Kirchen, Klöster, die Grabeskirche in Jerusalem, die Via Dolorosa, Lourdes uvm.
Die Priester sind die Pfarrer, die Ordensbrüder.
Das Christentum ist auf der ganzen Welt verbreitet.

DER ISLAM
Er wurde 622 nach Christus gegründet. Religionsstifter war Muhammad (der Gepriesene). Die Heilige Schrift des Islam ist der Koran, das „zu Lesende“. Es gibt nur einen Gott: Allah.
Die Welt wurde von Allah geschaffen, er steht außerhalb dieser Welt. Der Mensch ist sein Geschöpf und seinem Willen absolut unterworfen. Der Weg des Menschen ist im Lebensbuch vorgezeichnet. Wenn er sich in seinem Leben dem Willen Gottes völlig unterwirft, dann kommt er in den Himmel voller Lebensfreuden. Widrigenfalls droht ihm die Hölle.
Die Wege zur Erlösung sind: Bekennen des Glaubens, Gebete, Fasten, Almosen, Wallfahrten, das Freitagsgebet.
Kultstätten und Heilige Stätten: Moschee, Mekka, Jerusalem, Kairo, Kairouan.
Die Priester sind der Imam, der Muezzin.
Der Islam ist im Nahen und Mittleren Osten, in Afrika und in Asien verbreitet.

Das sind die vier Hauptreligionen unserer Welt. Milliarden Menschen befolgen ihre Regeln, leben in ihrem Geist. Sie sind die Träger unseres gesellschaftlichen Lebens. Ohne sie könnte es keine Weltordnung geben, würde die Welt in Anarchie und wüstem Terror versinken. Obwohl gerade im Namen ihrer Religion fanatisierte Gläubige fürchterliche Schreckenstaten vollbracht haben.

Ansonsten zieht sich eine Blutspur durch die Geschichte der Weltreligionen:
In der Geschichte des Judentums, im Alten Testament, herrscht Mord und Totschlag.

Das Christentum schlachtete in den Kreuzzügen (allerdings: Piraterie und Versklavung gingen den Kreuzzügen voraus…) und während der Christianisierung Amerikas Millionen Menschen hin.

Zwischen Katholiken und Protestanten kam es zu jahrhundertelangen blutigen Kriegen, einer tobt immer noch in Nordirland. Moslems und Hindus brachten sich millionenfach um, als Indien 1948 unabhängig wurde. Das wird sich auch im 21. Jahrhundert nicht stoppen lassen.

Der islamische Fundamentalismus überzieht auch in unserem Jahrhundert noch die Welt mit Krieg und Terror. Religion – das heißt nicht immer auch automatisch Frieden. Nicht umsonst gibt es den Begriff des Gotteskriegers.

Quelle: ASTROWOCHE

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Der Buddhismus ist eine Philosophie, keine Religion im eigentlichen Sinne. Daher habe ich den Text aus dem Religionsthema ausgeklammert, aber in der Grundaussage nicht verändert.

DER BUDDHISMUS
Der Buddhismus ist eine Philosophie.

Der B. entstand 480 v. Chr. in Benares, Indien. Religionsstifter war Gautama Siddharta der „Buddha“, das bedeutet „der Erleuchtete“. Die Heilige Schrift des Buddhismus ist der Pali-Kanon (Tripitaka = das Wort Buddhas). Buddhisten glauben an die Ethik, an Buddha und Götter und Dämonen. Das Leben ist eine Illusion, es ist vom Leid geprägt, das durch Begierden entsteht. Das Menschenbild ist wie im Hinduismus, doch ohne Kastensystem.

Wer sein Leid und seine Begierden überwindet und den achtgliedrigen Pfad der Weisheit geht, der gelangt aus seinem Körper heraus, bis seine Seele im Nirwana verlischt.

Die Wege zur Erlösung sind: Meditation, Einhalten der Fünf Gebote, ein Leben als Mönch, das Drehen der Gebetsmühlen, der achtgliedrige Pfad der Wahrheit.

Kultstätten und Heilige Stätten: Pagoden, Stupa, Benares, Bodgaya, Borobudur, etc.

Die Priester sind die Mönche.

Der Buddhismus ist in Indien, China, Nepal, Tibet, Thailand, Burma, Japan, Sri Lanka und Malaysia verbreitet.

Zitat Ende
Quelle: ASTROWOCHE

IINTEGRATION UND PLURALISMUS 2

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via Integration und Pluralismus 2.

Die Fortsetzung der Debatte aus 2006.