Chiron und Asteroiden

Dieser Artikel war einmal gedacht als Antwort auf den Artikel im Wegweiser 6/98, einem Magazin der Zeit, als ich noch regelmäßig in der D´dorfer Altstadt in der inzwischen geschlossenen esoterischen Buchhandlung „LICHTTRÄGER“ auftrat.

Chiron und die Asteroiden waren Artikel-Thema in epischer Breite, es hieß sie gäben entscheidende Hinweise, ja, zugegeben… es interessierte mich.

Dennoch: Wenn in astrologischen Kreisen das Thema von Chiron und den Asteroiden angesprochen wird, winke ich manchmal ab mit dem Argument:

,,Was sollen wir uns denn nun dauernd mit neuen astrologischen Faktoren beschäftigen? Reichen denn die vorhandenen Planeten und die 1300 Bausteine eines Kosmogramms nicht vollkommen aus?“

Bereits Carl Gustav Jung regte an, die Bedeutung des Asteroidengürtels als Denkanstoß für die Psyche des einzelnen und im kollektiven Bewußtsein zu sehen.

Als ich mich in den 80er Jahren erstmals damit beschäftigt hatte, war gerade mal eine relativ kleine Veröffentlichung über Vesta von Meir-Parm in Deutschland erschienen.

Als 1977 die Entdeckung Chirons bekannt wurde, war mir pesönlich die Aufregung nicht erklärbar, weil die Halbsumme Saturn-Uranus sehr lange als Cheiron bekannt ist. 

Ich fand eine Lilith-Ephemeride in den 80er Jahren in Amerika.  Seither hat mich dieses spannende Thema manchmal als Hilfsthema in der astrologischen Feinanalyse hin und wieder beschäftigt. Alexander von Pronay schrieb einmal, dass Alice Schwarzers Horoskop nur angesichts der amerikanischen Lilith „erklärbar“ sollte wohl heissen „erkennbar“ wäre.

Was sind denn nun diese merkwürdigen ,,Aste­roiden“ oder Kleinplaneten?

Schon Johannes Kepler wies 1596 darauf hin, daß sich zwi­schen den Planeten Mars und Jupiter eine Planeteneinheit befinden müsse. Es stellte sich jedoch heraus, daß es sich um einen Planetoiden-Gürtel handelt, der sich mögli­cherweise aus einem zerborstenen Planeten gebildet hat; die größten Planetoiden sind Ceres, Juno, Vesta und Pallas. Es ist erstaunlich, daß unab­hängig von einander alle Entdecker und Astronomen den Asteroiden Namen von großen weiblichen Gottheiten gaben. Deren mythologische Bedeutung deckt sich  genau mit den Deutungen der Astrologie und deren Untersuchungsergebnissen. Sie deckt sich aber auch von der Zeitqualität her mit den evolutionären und kulturgeschichtlichen Veränderungen in der Gesellschaft, vor allem der Polarisierung zwischen Frauen und Männern im Laufe der Geschichte. Wenn Chiron, ein 1977 von Kowal ent­deckter ,,echter“ Kleinplanet zwischen der Umlaufbahn von Saturn und Uranus, als Brücke zwischen irdischer Grenzsetzung und universellem Bewußtsein gilt, könnte dann dieser zerbrochene Planet die Aufgabe gehabt haben, zwischen den persönlichen und den sozial-kollektiven Planeten zu vermitteln? Die größten Kleinplaneten Ceres, Vesta, Pallas und Juno könnten Teile dieses ehemaligen Planeten sein und damit die komplexe und vielschichti­ge Antwort auf die offenen und schmerzvollen Fragen, Zerrissenheiten und die androgynen Irritationen unserer Zeit darstellen können. Sie scheinen tatsäch­lich die fehlenden Indentitätsanteile im kollek­tiven Werte-Bewusstsein beider Geschlechter zu repräsentieren, die durch den rigiden Wechsel vom Matriarchat zum Patriarchat zerrissen wurden. Den Kleinplaneten des Asteroiden­gürtels zwischen Mars und Jupiter fällt eine entscheidende Rolle als Vermittler zu: zwi­schen der individuellen Erfahrung der persön­lichen Planeten und den gesellschaftlich gesteuerten Bezugspunkten von Gesetz und Ethik, die von den sozialen Planeten Jupiter und Saturn verkörpert werden. In unseren intimsten Beziehungen spiegelt sich diese Thematik wider als immer noch tief in uns angelegte Verzerrungen unserer Geschlechterrollen, die uns gefangen halten. Die Auseinan­dersetzung mit der kollektiven Bedeutung der Planetoiden in unserem Kosmogramm kann ein entscheidender Entwicklungsweg zu einem neuen und tiefergreifenden Erkennen unserer Sexualität bedeuten. Die geschlechtlichen Polaritäten, von der unsere gesellschaftlichen Muster geprägt sind, müssen zugunsten neuer Rolleninhalt des Mann-Frau-Seins überwunden werden. Dies entspricht dem jetzt fälligen Aufbruch ins multipolare Bewusstsein einer neuen Zeit.

Einen weiteren Mittler zwischen kollektivem und überpersönlichem Bewusstsein durch Ganzheit und Heilung finden wir in dem inzwi­schen etwas bekannteren Kleinplaneten Chiron. Auch hierzu gibt es  Erkenntnisse. Sie entsprechen im weitesten Sinne de Halbsummen-Deutung Saturn-Uranus: Spannung durch Gegensatz, Erstarken, Freiheitsbeschränkung.

Chiron – zwischen Charisma und Märtyrertum

CHIRON bildet die Brücke (Halbsumme) zwischen Saturn und Uranus, den inneren und den äußeren Planeten unseres Sonnensystems. Die Erfahrungen der Vergangenheit (Saturn) können nun mit den Heilungsmöglichkeiten der Zukunft vereint werden, um genau jetzt nutzbar zu sein und uns unsere tiefe schöpferische und heile­rische Kraft zu eröffnen.

Chiron verbindet unsere individuelle und kulturelle Identität mit der visionären Erfahrung des Höheren Selbst. Er ist daher ein brauchbares Deutungs-Werkzeug für Astrologen.

Chiron zeigt  den Grund und den Ort unse­res Leidens, den Schmerz über unsere mensch­lichen Schwächen. Er lehrt uns die Weisheit des Annehmens der hässlichen Aspekte unserer Existenz und das Loslassen von unserer Suche nach Unsterblichkeit. Er zeigt den Initiationsweg. Wir erkennen unser schöpferische Potential zur Heilung und Ganzheit und gelan­gen zu einer Sicht  dessen, was möglich sein könnte. Mit Chiron (in Form der Halbsumme Saturn-Uranus) steht uns  eine Brücke zur Verfügung, mit deren Hilfe wir lernen, wie wir die Energien des höheren Bewusstseins, reprä­sentiert durch die äußeren Planeten Uranus, Neptun und Pluto, durch unsere gestalterische materielle Form ausdrücken können. Menschen, die ernsthaft an ihrer umfassenden Entwicklung interessiert sind, finden durch die Beschäftigung mit Chiron und den Planetoiden in der Häuserstellung des persönlichen Kosmogrammes wichtige Hinweise zur Synthese ihrer weiblichen und männlichen Anteile und den individuellen Zugang zu höhe­ren Daseinsebenen.

Das heisst … wenn sie wollen und mitarbeiten… *gg* ❤

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Allgemein

Chirurgische Eingriffe – astrologisch begleitet

Es gibt in astrologischer Hinsicht Tage, an denen chirurgischen Eingriffe möglichst zu vermeiden sind und auch Tage an denen man bestimmte Eingriffe durchführen lassen sollte.

Dabei gilt traditionell: Je näher am Vollmond ein Eingriff stattfindet, desto ungünstiger ist der Termin. Der Vollmondtag selbst hat dann die absolut negative Auswirkung.
Etwaige Eingriffe sollten möglichst bei abnehmendem Mond stattfinden.

Außerdem sollte die Körperregion vermieden werden, die dem Zeichen entspricht, durch das der  Mond gerade zieht. Dann wirken sich Eingriffe laut Erfahrungswissenschaft nämlich ebenfalls besonders negativ aus.

Dies ist die Liste der Tierkreiszeichen und deren körperliche Entsprechung:

 Widder: Gehirn, Kopf, Augen

Stier: Kehlkopf, Zähne, Kiefer, Nacken, Mandeln, Ohren

Zwillinge: Schulter, Arme, Hände, Lunge

Krebs: Brust, Lunge, Magen, Leber, Galle

Löwe: Herz, Rücken, Zwerchfell, Blutkreislauf, Schlagader

Jungfrau: Verdauungsorgane, Nerven, Milz, Bauchspeicheldrüse

Waage: Hüfte, Nieren, Blase

Skorpion: Geschlechtsorgane, Harnleiter

Schütze: Oberschenkel, Venen

Steinbock: Knie, Knochen, Gelenke, Haut

Wassermann: Unterschenkel, Venen

Fische: Füße, Zehen.

Die astrologischen Vorbehalte gelten nur für geplante Eingriffe – Notoperationen müssen sofort durchgeführt werden!