„Sternzeichen“ und Glaube

Quelle: ASTROWOCHE

DIE STERNE UND DER GLAUBE

Wir haben Computer, wir fliegen ins All, wir erzeugen Strom in Atomkraftwerken, die moderne Medizin ist in der Lage, künstliches Leben zu produzieren – wir können fast schon Gott spielen. Aber eben nur spielen. Was auch immer wir tun, wer auch immer wir sind – ohne Glauben kommen wir (auch die Atheisten) nicht aus.

Ob wir an einen Gott glauben, an eine Ideologie, die Kraft der Natur, die Macht der Sterne – irgendetwas glauben wir.

Es ist die bohrende Frage: „Was kommt danach?“

Es ist die nagende Angst: „Ist wirklich alles vorbei, wenn das Herz aufhört zu schlagen? Was kommt danach?“

Und selbst wer an gar nichts glaubt, der glaubt an seinen Nichtglauben. Und das ist auch ein Glauben.

Natürlich stehen die Astrologie und das Phänomen des Glaubens in einem unmittelbaren Zusammenhang.

Die Sonne, der Mond – sie waren früher Gottheiten. Die Planeten, sie wurden auf Erden mit ihrem Namen als Götter verehrt.

Nun, diese Zeiten sind vorbei, die Götter sind müde geworden, der Glauben vielfach schwächer.

Viele Religionen haben sich geteilt, die Sekten sind stark geworden. Immer aber noch werden von einem eifrigen Religionsanhänger die Anhänger anderer Religionen als Ungläubige verketzert und bekämpft.

Mit ihrer Kraft wirken die Sterne natürlich auch in Glaubensfragen hinein. Das soll jetzt nicht heißen, dass ein Stier eher katholisch als evangelisch ist, dass eine Waage eher zum Hinduismus neigt als zum Islam, ein Skorpion mehr die Natur verehrt als etwa Muhammad, oder eine Schütze lieber den Idolen des Kommunismus anhängt als einem Glauben der Wiedergeburt.

DIE STERNE UND DER GLAUBE

Glaubensfragen müssen wir uns selbst beantworten, denn ohne die richtige Antwort für uns gefunden zu haben, tappen wir blind durchs Leben.

Die großen Glaubensfragen lauten:

 Woran glaube ich wirklich?
 Was ist wichtig für mich?
 Glaube ich richtig?

Diese Fragen lassen sich für jedes Sternzeichen beantworten.

ASTROWOCHE will auf keinen Fall Glaubens-Empfehlungen geben, das müssen Sie ganz allein für sich selbst im stillen Kämmerlein entscheiden. Aber wir geben Hinweise.

Widder
Ihr Glaubensmotto lautet: „Ich bin.“
Ein echter Widder glaubt erst einmal an sich selbst. Daran, dass er alles selbst schafft, keinerlei Hilfe – auch keine göttliche – braucht. Das geht solange gut, bis dieser gewaltige Ich-Glaube in seine Grundfesten erschüttert wird. Dann, wenn der Widder merkt, dass es mit „Hau ruck“ und „Hoppla, jetzt komme ich,“ auf Dauer eben auch nicht geht. Erst nach einer großen Lebenserschütterung wird sich der Widder auf den Weg zu sich selbst in sein Inneres und zu Gott machen. Denn er glaubt einfach an das Recht des Stärkeren, an die klare Macht der Sonne. Glaube – das versteht er als Inspiration und als göttliche Eingebung. Er wird versuchen eine Religion als Verbündeten zu sehen, mit dem er gemeinsam in den Lebenskampf ziehen kann. Er braucht einen Glauben, der ihn nicht einschnürt, ihm nicht mit strengen Regeln kommt. Widder, das sind vielleicht streitbare Evangelisten. Die erst im Kampf mit ihrer Religion zum wahren Glauben finden.

Stier
Ihr Glaubensmotto lautet: „Ich habe.“
Er glaubt nur, was er hört, was er sieht und was er anfassen kann. Er ist überzeugter Materialist und als solcher natürlich auch ein Realist. Den Respekt vor dem Übernatürlichen, dem Ungreifbaren, den muss ihm erst das Leben einbläuen. Vor allem glaubt ein Stier an die Macht der Natur, der Erdkräfte. Wenn eine Saat aufgeht, wenn ein Obstbaum Früchte trägt – das sieht er, das kann er begreifen, das kann er glauben. Er hat einen Hang zum göttlichen Zweifel und hadert gerne. Irgendwie macht er mit seinem Gott gerne Geschäfte. Nach dem Motto: „Ich glaube an Dich und Deine Macht, wenn das Geschäft jetzt klappt.“ Verliert ein Stier seinen Besitz, dann verliert er auch seinen Glauben und sagt: „Gott hat mich verlassen.“ Wegen seiner Naturgläubigkeit kommt ein Stier mit Buddhistischem Gedankengut sehr gut zurecht.

Zwillinge
Ihr Glaubenmotto lautet: „Ich spreche, also bin ich.“
Für ihn gilt das geschriebene oder gesprochene Wort. Sein Glauben ist das Bild im Fernsehen. Seine Realität ist imaginär und besteht aus Kommunikation. Er glaubt an das, was er hört und vor allem an das, was er spricht. Offenbart sich das bereits nach kurzer Zeit als Blödsinn, dann ist das nicht so schlimm, denn dann sagt er ungerührt: „Was interessiert mich meine Meinung von gestern?“ Ein Zwilling glaubt an das Gute im Menschen und daran, dass sich Gott in der Kunst offenbart. Bei den Religionen gefallen ihm der Prunk und die weihrauch-schwangeren Zeremonien der katholischen Kirche. Zumal da das Prinzip der Vergebung durch Beichte und Buße herrscht.

Krebs
Ihr Glaubensmotto lautet: „Ich fühle, also bin ich.“
Er glaubt nur, was ihm seine Gefühle, sein Bauch, einflüstern. Seine intensivsten Glaubenserfahrungen bekommt er durch Träume oder durch eine starke Liebesbeziehung. In seinem persönlichen Zimmer hat ein Krebs auch oftmals seinen Hausaltar errichtet: Ein Tisch, auf dem alle Familienfotos stehen, deren er habhaft werden kann. Krebse sind sehr komplizierte Menschen, die von allen Sternzeichen dem All am nächsten sind. Es gibt für sie keinen Zweifel daran, dass es einen Gott gibt, aber sie können sich nur schwer für einen entscheiden. Sie warten auf ein Zeichen, das ihnen den Weg weist. Da die Krebs-Geborenen dem Mond sehr nahestehen, kann dieser Gott durchaus mondisch sein. Krebse probieren auf ihrem Lebensweg viele Religionen und Glaubensrichtungen aus. Am nächsten dürfte ihnen der Buddhismus oder die Versöhnlichkeit des christlichen Glaubens stehen.

Löwe
Ihr Glaubensmotto lautet: „Ich führe, also bin ich.“
Das Löwe-Leben wird geprägt von dem Glauben an die Macht der Autorität. Wobei der Löwe davon ausgeht, dass er die Autorität hat, und die anderen sich unterordnen müssen. Dazu kommt – solange man ihn anerkennt und ihn lobpreist– eine liebenswerte Herzlichkeit und Großzügigkeit. Fast fühlt er sich selbst wie ein Gott und lebt nach dem Grundsatz: „Du sollst keine anderen Menschen haben neben mir.“ Für ihn ist Gott die Figur, die von den Malern des Mittelalters gemalt wurde: Ein prächtiges Wesen, das hoch über allen thront und der Welt die Richtung anzeigt, in der sie zu gehen hat. Er glaubt im Inneren aber auch an einen Sonnenkult, sieht sich manchmal als einen Pharao, halb Mensch, halb Gott. Wenn er Pech hat, wenn seine hochfliegenden Pläne nicht gelingen, dann fühlt er sich von Gott verlassen, und macht diesen für seine Misere verantwortlich. Löwen gefällt die Macht und die Pracht des Vatikans. Mit den Demuts-Religionen des Ostens können Löwe-Geborene überhaupt nichts anfangen. Jeder Gott, der Unterwerfung fordert, ist ihnen suspekt.

Jungfrau
Ihr Glaubensmotto lautet: „Ich arbeite, also bin ich.“
Die ist gerne bereit, ihr ganzes Lebens den Prinzipien der Ordnung und der Arbeit unterzuordnen. Voraussetzung: Es ist alles geregelt, und die Regeln werden eingehalten. Deshalb sind im Islam, im Christentum und in der jüdischen Religion viele Priester im Zeichen der Jungfrau geboren. Auch das strenge Klosterleben gefällt den Jungfrau-Geborenen. Für sich selbst lauten die Glaubensregeln ihres irdischen Lebens:
 Sei fleißig und arbeite
 Säe, dann wirst Du ernten
 Was Du gibst, wirst Du zurück bekommen
Für eine Jungfrau ist eine ungeregelte Religion, bei der man nur durch Meditation zur Erlösung oder zur Erleuchtung kommen kann, unvorstellbar. Ihr einziges Problem: Sie muss ihren unerschütterlichen Glauben an die Natur mit ihrem geistigen Glauben in Verbindung bringen können. Wenn es ihr gelingt, in den Pflanzen und Tieren das Wirken Gottes zu entdecken, dann hat die Jungfrau ihre richtige Religion gefunden. Dann wird sie ihr Leben lang sich innerhalb der dort festgelegten und vorgeschriebenen göttlichen Ordnung bewegen.

Waage
Ihr Glaubenmotto lautet: „Ich liebe, also bin ich.“
In ihrem ganzen Leben wird sie den Glauben an die Kraft der Harmonie und der Ausgeglichenheit nicht verlieren. Sie glaubt an einen Gott der Liebe und der Verzeihung, an einen, der nicht straft und nicht rächt. Die Rituale ihres Glaubens müssen Rituale des Verstehens und Verzeihens sein. Das Abendmahl von Jesu und seinen Jüngern – das ist ihre Welt, das kann sie mystisch verzaubern. Wenn eine Waage einsam wird, dann fühlt sie sich von Gott verlassen. Aber inmitten einer großen Menge inbrünstig betender Menschen wird sich eine Waage immer ihrem Gott sehr nahe fühlen. Sie findet ihren Glauben auch in der Kunst, in den Harmonien einer wunderschönen Musik. Waage-Geborene sind durchaus der Meinung, dass sich Gott in einem klassischen Konzert offenbaren kann. Die Harmonie des Buddhismus und die Vergebung des Christentums – das sind die Religionsrichtungen, die einer Waage-Seele wohltuen.

Skorpion
Ihr Glaubensmotto lautet: „Ich suche, also bin ich.“
Jahrelang wird er brüten und suchen und bohren und nach dem Weg zum richtigen Glauben forschen. Denn für ihn ist der Glauben etwas Geheimes, etwas tief im Unterbewusstsein verborgenes. Glaube darf nicht fassbar sein – er ist ein geistiges Gut, das man sich erobern muss. Auf dem Weg zu seinem Gott wird sich ein Skorpion tief in die Mystik versenken, wird sich mit den Offenbarungen und Prophezeiungen wissenschaftlich auseinandersetzen. Er glaubt an ein Leben nach dem Tod, glaubt aber auch an die geheimnisvolle Macht des Blutes, die er in seinen Kindern weitergibt. Für ihn ist die Seelenwanderung eine feststehende Tatsache, die er mit seiner bohrenden Suche beweisen will. Der Skorpion kann sich voller Leidenschaft vor seinem Gott auf die Knie werfen und um Erleuchtung flehen. Er ist ein sehr strenger Dogmatiker, könnte also mit Buddhismus, Hinduismus und protestantischen Religionsideen nicht viel anfangen: Sein Gott ist der strenge Gott des Alten Testaments.

Schütze
Ihr Glaubensmotto lautet: „Ich lerne, also bin ich.“
Der Schütze versucht, sich seinem wahren, nur für ihn bestimmten Glauben, mit dem Verstand zu nähern. Er wird die Schriften studieren, die Rituale lernen, sich die verschiedenen Religionen mit seinem Verstand erklären. Er wird seinen Gott in Büchern suchen. Er geht davon aus, dass in der Welt das Positive vorherrscht, und dass man das nur vorleben muss. Er neigt zu esoterischen Gedanken und sucht seinen Gott sehr oft in den östlichen Religionen. Denn er glaubt: Gott ist überall, auch ich kann Gott werden. Er wird gerne ein Jünger und läuft dann seiner Gott-Idee hinterher. Die kann sehr weltlich sein: Ein Idee, eine Parteirichtung. Für einen Schützen kann der Anti-Glaube zum Glauben werden. Dann kann er sehr fanatisch werden. Ein Schütze muss sich seinen Glauben vom Verstand her aussuchen können.

Steinbock
Ihr Glaubensmotto lautet: „Ich habe alles geregelt, also bin ich.“
Der ist ein Erzrealist, für den das Prinzip bereits ein Glauben ist. Hat er ein Prinzip zum Glauben erhoben, lässt er sich dafür notfalls in Stücke hacken. Er ist der geborene Glaubensmärtyrer. Egal, was sein Glaube ist: Gott, Buddha, seine Beziehung, seine Büro-Ordnung – da darf keiner dran rütteln. Er will über allen anderen ganz oben auf dem Berggipfel sitzen und betrachten, was denn die kleinen Ameisen da unten so alles anstellen. In seinem Glauben ist alles durch Gebote streng und genau geregelt, Änderungen werden nicht geduldet. Sein Gott waltet streng – aber gerecht. Es ist ein Glauben, der von oben nach unten regiert, der keine Ausnahmen kennt, wie z.B. der Islam.

Wassermann
Ihr Glaubensmotto lautet: „Ich bin anders, also bin ich.“
Wenn lange Haare angesagt sind, dann trägt er kurz. Wenn die anderen Hosen mit Schlag tragen, dann sind seine eng. Wenn alle auf den Straßen „Hare krishna“ singen, dann geht er auf Wallfahrt nach Altötting: Der Wassermann hat den Glauben des Andersseins. Er glaubt an das Gute im Menschen und an die Ideale der Gleichheit und Brüderlichkeit. Er glaubt, dass man das Gute in die Welt hinaustragen kann. Hat er seinen Glauben gefunden – egal welcher Ausrichtung – dann wird er ein eifriger Missionar. Eine seiner Gottheiten ist die Freiheit: Für die kämpft er, für die ist er bereit zu leiden. Die Ideale des Ur-Christentums, für die kann er sich begeistern. Die strenge Hierarchie und der verordnete Glaube im dogmatischen Katholizismus wird ihn eher abstoßen. Er wird ständig versuchen, seine Religion irgendwie zu verbessern, denn er glaubt an die Weiterentwicklung aller Dinge. Deshalb kann auch die Evolution der Natur zu seinem Glauben werden.

Fische
Ihr Glaubensmotto lautet: „Ich glaube, also bin ich.“
Sie glauben an das Übernatürliche, können es spüren und fühlen. Für Fische ist das Leben mit den Mysterien des Glaubens das völlig normale Dasein. Das ganze Universum ist für sie eine Religion, in der alle Glaubensrichtungen zu ihrem Recht kommen sollen. Fische sind bestimmt für ein Leben im Kloster, in der Diakonie oder als Priester. Sie sind fest von der Seelenwanderung überzeugt und haben einen wunderbaren Zugang zu kosmischen Gedankengängen. Der Glaube der Fische ist allumfassend. Sie glauben an Feen, Zaubergeister, Elfen, Zwerge. Dass jeder Mensch einen Schutzengel hat, das ist für sie überhaupt keine Frage, sondern eine Tatsache, die sich ja täglich beweisen lässt. Sie brauchen keine bestimmte Religion, denn sie haben ja einen Glauben. Den finden sie in der Natur, in sich selbst – oder eben in einer der vier großen Weltreligionen. Fische lassen sich da nicht festlegen.

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