Astrologie und Glaube

Quelle: ASTROWOCHE

Eine neue Zeit bricht an.
Die Frage des richtigen Glaubens war noch nie so wichtig wie heute.

Woran glauben Sie?

Jeder Mensch glaubt an etwas. Manche glauben an nichts – auch das ist eine Form von Glauben. Viele glauben an einen Gott. Nicht alle an den gleichen. Denn jeder Gott ist anders. Der eine ist gütig, der andere bestimmt, einer hört zu, der nächste gibt Befehle. Für Menschen war es noch nie so wichtig wie heute, den richtigen Gott zu finden.

Der Streit um den richtigen Glauben erschüttert die Welt seit Anbeginn des Denkens. Denn mit dem Denken kam der Glaube in die Welt. Für den einen Clan war das Feuer die Gottheit, für den anderen das Wasser, für einen dritten die Sonne, wieder andere glaubten an den Regengott. Geglaubt und verehrt wurde das, was die Menschen zum Überleben brauchten. Die Bauern hatten Erd- und Fruchtbarkeitsgötter oder – göttinnen, bei den Fischern waren es Wassergötter und Nixen, die Jäger und Sammler verehrten Tiere und Pflanzen. Egal woran – geglaubt wurde immer.
Die Menschen entwickelten sich, die ersten Städte entstanden, die Götter verschwanden von der Erde und stiegen in den Himmel auf. Sie waren nun nicht mehr dinglich begreifbar, sozusagen Götter zum Anfassen, sondern sie wurden vergeistigt. Es entstanden die großen Weltreligionen mit ihren vielen Ablegern und Abspaltungen. Die vier wichtigsten Weltreligionen sind:

DER HINDUISMUS
Er ist die älteste der vier Weltreligionen. Die ersten Berichte über diese Religion stammen von ca. 1 800 vor Christus. Der Hinduismus entstand in Indien, er ist eine Erfahrungs- und Volksreligion. Die Heilige Schrift des Hinduismus sind die Veden Upanishaden Brahmanas. Nach diesem Glauben gibt es 300 Millionen Götter. Das Weltbild des Hinduismus besagt: Diese Welt ist nicht die Wirklichkeit, sondern Trug und Schein. Sie ist dem Sanara unterworfen, dem Kreislauf der Wiedergeburten.
Der Mensch besteht aus einer Seele und der körperlichen Existenzform, und muss durch den Kreislauf der Wiedergeburten im Spannungsfeld von Karma und Dharma. Seine Erlösung findet er im Jenseits. Er muss aus dem Kreislauf austreten, dann geht seine Seele zu Brahman ein – er ist erlöst.
Die Wege zur Erlösung sind: Gebet, Opfer, Meditation, Askese, Liebe, Hingabe, Wallfahrt und der Totenritus.
Kultstätten und Heilige Stätten: Hausaltäre, Naturtempel, der Ganges, die Stadt Benares. Die Priester sind die Brahmanen, zugleich die höchste Kaste.
Der Hinduismus ist fast ausschließlich in Indien verbreitet.

DAS JUDENTUM
Das ist die zweitälteste Weltreligion. Sie entstand etwa 1 250 v. Chr. in Kanaan. Ihr Stifter ist Moses mit seinen Offenbarungen. Die Heiligen Schriften des Judentums sind die Thora, der Talmud und die Weisungen der Propheten. Es gibt nur einen einzigen, unsichtbaren Gott: Jahwe. Der hat die Welt aus dem Nichts erschaffen, als einen Ort, in dem sich der Mensch bewähren muss und in dem er die Güte Gottes erfährt. Der Mensch ist ein Geschöpf Gottes, sein Leib und seine Seele bilden ein Ganzes, er hat die Fähigkeit der verantwortungsvollen Freiheit und muss nach den Gesetzen Gottes leben. Seine Erlösung findet er im Jenseits.
Wege der Erlösung: Opfer im Tempel von Jerusalem, Gebete, Gottesdienst, Kult-Mahl.
Kultstätten und Heilige Stätten: Tempel, Synagoge, das Haus, die Klagemauer in Jerusalem.
Die Priester sind die Rabbiner und der Hausvater.
Das Judentum ist über die ganze Welt verbreitet.

DAS CHRISTENTUM
Entstand im 1. Jahrhundert nach Christi Geburt. Seine Gründer sind Jesus Christus und seine Jünger. Die Heilige Schrift ist die Bibel. Es gibt nur einen Gott und die Dreieinigkeit Vater, Sohn, Heiliger Geist.
Gott hat die Welt aus dem Nichts erschaffen. Der Mensch muss durch das Jammertal des irdischen Leides, bevor seine Seele nach einem gottgefälligen Leben im Paradies Erlösung findet. Lebt er wider die Zehn Gebote, droht ihm die Hölle.
Wege der Erlösung: Gebet, Beichte, gottgefälliges Leben, Pilgerfahrt, Buße tun.
Kultstätten und Heilige Stätten: Kirchen, Klöster, die Grabeskirche in Jerusalem, die Via Dolorosa, Lourdes uvm.
Die Priester sind die Pfarrer, die Ordensbrüder.
Das Christentum ist auf der ganzen Welt verbreitet.

DER ISLAM
Er wurde 622 nach Christus gegründet. Religionsstifter war Muhammad (der Gepriesene). Die Heilige Schrift des Islam ist der Koran, das „zu Lesende“. Es gibt nur einen Gott: Allah.
Die Welt wurde von Allah geschaffen, er steht außerhalb dieser Welt. Der Mensch ist sein Geschöpf und seinem Willen absolut unterworfen. Der Weg des Menschen ist im Lebensbuch vorgezeichnet. Wenn er sich in seinem Leben dem Willen Gottes völlig unterwirft, dann kommt er in den Himmel voller Lebensfreuden. Widrigenfalls droht ihm die Hölle.
Die Wege zur Erlösung sind: Bekennen des Glaubens, Gebete, Fasten, Almosen, Wallfahrten, das Freitagsgebet.
Kultstätten und Heilige Stätten: Moschee, Mekka, Jerusalem, Kairo, Kairouan.
Die Priester sind der Imam, der Muezzin.
Der Islam ist im Nahen und Mittleren Osten, in Afrika und in Asien verbreitet.

Das sind die vier Hauptreligionen unserer Welt. Milliarden Menschen befolgen ihre Regeln, leben in ihrem Geist. Sie sind die Träger unseres gesellschaftlichen Lebens. Ohne sie könnte es keine Weltordnung geben, würde die Welt in Anarchie und wüstem Terror versinken. Obwohl gerade im Namen ihrer Religion fanatisierte Gläubige fürchterliche Schreckenstaten vollbracht haben.

Ansonsten zieht sich eine Blutspur durch die Geschichte der Weltreligionen:
In der Geschichte des Judentums, im Alten Testament, herrscht Mord und Totschlag.

Das Christentum schlachtete in den Kreuzzügen (allerdings: Piraterie und Versklavung gingen den Kreuzzügen voraus…) und während der Christianisierung Amerikas Millionen Menschen hin.

Zwischen Katholiken und Protestanten kam es zu jahrhundertelangen blutigen Kriegen, einer tobt immer noch in Nordirland. Moslems und Hindus brachten sich millionenfach um, als Indien 1948 unabhängig wurde. Das wird sich auch im 21. Jahrhundert nicht stoppen lassen.

Der islamische Fundamentalismus überzieht auch in unserem Jahrhundert noch die Welt mit Krieg und Terror. Religion – das heißt nicht immer auch automatisch Frieden. Nicht umsonst gibt es den Begriff des Gotteskriegers.

Quelle: ASTROWOCHE

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Der Buddhismus ist eine Philosophie, keine Religion im eigentlichen Sinne. Daher habe ich den Text aus dem Religionsthema ausgeklammert, aber in der Grundaussage nicht verändert.

DER BUDDHISMUS
Der Buddhismus ist eine Philosophie.

Der B. entstand 480 v. Chr. in Benares, Indien. Religionsstifter war Gautama Siddharta der „Buddha“, das bedeutet „der Erleuchtete“. Die Heilige Schrift des Buddhismus ist der Pali-Kanon (Tripitaka = das Wort Buddhas). Buddhisten glauben an die Ethik, an Buddha und Götter und Dämonen. Das Leben ist eine Illusion, es ist vom Leid geprägt, das durch Begierden entsteht. Das Menschenbild ist wie im Hinduismus, doch ohne Kastensystem.

Wer sein Leid und seine Begierden überwindet und den achtgliedrigen Pfad der Weisheit geht, der gelangt aus seinem Körper heraus, bis seine Seele im Nirwana verlischt.

Die Wege zur Erlösung sind: Meditation, Einhalten der Fünf Gebote, ein Leben als Mönch, das Drehen der Gebetsmühlen, der achtgliedrige Pfad der Wahrheit.

Kultstätten und Heilige Stätten: Pagoden, Stupa, Benares, Bodgaya, Borobudur, etc.

Die Priester sind die Mönche.

Der Buddhismus ist in Indien, China, Nepal, Tibet, Thailand, Burma, Japan, Sri Lanka und Malaysia verbreitet.

Zitat Ende
Quelle: ASTROWOCHE

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