Tarot-Orakel vom Mi., 28.7.2010 für U.

Eine Mail von U. traf heute ein mit einer Frage, die nur U. und ich zu wissen brauchen.
Es ging allgemein um die Entwicklung einer Liebessache. Spaßhalber schrieb ich zurück, dass ich eine Tarotkarte ziehen würde und hier mit einem Kommentar versehen würde.

Es fiel die Karte „Augenblick zu Augenblick“.

Darüber schreibt OSHO:

Zitat:

Der Unterschied zwischen Gräsern und Blüten ist genau so wie du, wenn du nicht weißt, daß du ein Buddha bist, und wenn du weißt, daß du ein Buddha bist.

Im Grunde ist es gar nicht möglich, etwas anderes zu sein.

Ein Buddha ist vollkommen erblüht, vollständig geöffnet. Sein Lotus, seine Blüte hat die Vollendung erreicht…Es ist sicher noch schöner, selbst vom Frühling erfüllt zu sein, als die Tautropfen zu sehen, die im Herbst auf die Lotusblätter fallen. Dabei ist das eine der schönsten Erfahrungen: zuzuschauen, wie im Herbst die Tautropfen auf den Lotusblättern in der Morgensonne wie echte Perlen glitzern.

Aber es dauert natürlich nur einen Moment.

Wenn die Sonne aufgeht, verdunsten die Tautropfen….Diese vorübergehende Schönheit kann man gewiß nicht mit dem ewigen Frühling deines Seins vergleichen. Du blickst zurück, so weit du kannst, und er ist schon immer da gewesen. Du blickst voraus, so weit du kannst, und staunst: Er ist dein eigenes Wesen! Wo immer du bist, ist er da, und die Blüten werden immer weiter auf dich herabfallen.

Das ist der Frühling deiner Seele.

Osho No Mind: The Flowers of Eternity Chapter 5

Kommentar:

Diese Gestalt ist allein, still und doch ganz wach. Dein inneres Wesen ist voller Blüten, die den ewigen Frühling tragen und sich erneuern, wo immer du bist.

Die innere Blüte und Vollkommenheit läßt unbegrenzte Bewegungsfähigkeit zu. Man kann in jede Richtung gehen, nach innen oder außen, ohne daß es einen Unterschied macht, denn innere Freude und Reife können durch äußere Umstände nicht mehr beeinträchtigt werden.

Die weiße Aura um die Gestalt gibt ihr Schutz und Licht – sie ruht in ihrer Mitte und ist vollkommen ausgedehnt. Die Erfahrungen ihres Lebens haben sie an diesen Punkt der Erfüllung gebracht.

Diese Karte bedeutet, daß dieser Moment ein großes Geschenk ist – ein Geschenk, das du dir redlich verdient hast! Du hast jetzt eine solide Basis in dir gefunden, die Erfolg und Glück bringt; und das ist nur das Ergebnis dessen, was du innerlich bereits erfahren hast.

Zitat Ende.

Mein Kommentar:

Zugegeben, von den Ergebnissen, die ein Tarot „liefert“, darf, kann, wird man immer wieder überrascht sein.

Die Alterstorheiten sind oft viel schöner als die Jugendsünden.
Die U. sieht mich jetzt sicher zwinkern, und sie weiß, dass ein Orakel in dieser Sache günstiger nicht sein kann.

zwinkerwinkt

Bernd
astromant

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Tarot-Orakel des Tages Dienstag 27.7.2010

Gerade habe ich mir ein Thema für einen freien Aufsatz überlegt. Dabei kam ich auf die Idee, eine Karte aus meinem OSHO-Zen-Tarot (eines meiner Lieblings-Desks) zu ziehen.

Ich zog die XIII – den Tod.

Das deutet „fällige Änderungen“ an.

Mit dem physischen Tod, dem Sterbe- oder Trauer-Thema hat die Symbolik der Karte nichts zu tun.

Im OSHO-Zen-Tarot wird die Karte Transformation genannt.
Andere Bezeichnungen und Darstellungsformen
der Karte findet man hier!

Das OSHO-Kapitel dazu lautet so:

Zitat:

Ein Zenmeister ist nicht nur ein Lehrer. In allen Religionen gibt es nur Lehrer. Sie belehren dich über Dinge, von denen du nichts weißt, und sie möchten, dass du daran glaubst, da es unmöglich ist, diese Dinge als objektive Realität zu erfahren.

Auch der Lehrer hat sie nie erfahren.

Er glaubt nur daran und gibt seinen Glauben an andere weiter. Zen ist nicht die Welt der Gläubigen. Sie ist nicht für Fromme. Zen ist für jene mutigen Seelen, die Glauben, Unglauben, Zweifel, Vernunft und Verstand aufgeben und einfach in ihre reine Existenz eintreten können, die keine Grenzen hat. Doch es führt zu einer tiefgreifenden Transformation. Deshalb sage ich: Während sich andere mit Philosophie beschäftigen, befaßt sich Zen mit Metamorphose, mit Transformation. Es ist echte Alchemie, die dich aus unedlem Metall in Gold verwandelt. Aber du mußt die Sprache verstehen, nicht mit Vernunft und deinem intellektuellen Verstand, sondern mit einem liebenden Herzen. Oder du hörst einfach zu, ohne dich darum zu kümmern, ob es wahr ist oder nicht. Und plötzlich kommt ein Moment, wo du erkennst, was dir dein ganzes Leben entgangen ist. Plötzlich öffnen sich, wie Buddha sagte, „vierundachzigtausend Türen“.

Osho Zen: The Solitary Bird, Cuckoo of the Forest Chapter 6

Hierzu der Kommentar:

Es ist Zeit für eine tiefgreifende Loslösung. Laß Schmerzen, Sorgen und Schwierigkeiten einfach da sein; akzeptiere ihre Existenz. Buddha hat nach jahrelanger Suche schließlich aufgegeben, denn er wußte, es gab nichts mehr zu tun. In dieser Nacht wurde er erleuchtet. Transformation kommt wie der Tod zum richtigen Zeitpunkt. Und wie der Tod führt sie dich von einer Dimension in die nächste.

Zitat Ende.

Mein Deutungsvorschlag für so eine „Tageskarte“:

Arbeite an Dir selbst!
Stelle Dich dem Beziehungsthema/Partner-Thema, tu mehr für andere!
Dies ist keine Zeit für Selbstmitleid!

Verhaltensforschung

Im September 2001 entstand das Gedicht. Die Umstände haben sich nicht gebessert, das Thema ist 2010 in den Zeitungen wieder aktuell.

Verhaltensforschung

Der Mensch erforscht die Tiere still
Weil er von ihnen lernen will.

Mit Menschen ist es wie mit Tieren;
die gehen zwar auf allen vieren,

doch wird bei denen Streit vermieden.
In den Familien-Clans herrscht Frieden.

Dort hilft die Herden-Hierarchie.
Beim Mensch herrscht Stumpfsinn-Anarchie.

Es lebt das Tier mit Lebenslust.
Wir aber halten fest am Frust.

Die Lebensweise ist pervers.
Es geht um Profit und Kommerz.

Dem Kind erscheint der Sinn des Seins
Durch Tennis, Fußball, Formel-Eins

Und Fernseh-Serien nur verschwommen.
Der Bildungs-Status macht beklommen,

wenn nach dem Abitur ein Mann
noch nicht mal richtig lesen kann.

Ich weiß genau wovon ich spreche:
Es herrscht die große Leseschwäche.

Das fällt schon gewaltig ins Gewicht:
Vier Millionen lesen und schreiben nicht.

So meldet es das Zeitungsblatt,
das diese Zahl ermittelt hat.

Der Lebensstil wird stumpfer, wilder,
und das geschieht durch Fernsehbilder.

Der Blödsinn boomt, es rast der Mob
und mancher fässt sich an den Kopp …

wofür die Menschen Geld berappen:
Sie tragen Jeans und Baseball-Kappen

und leben an sich selbst vorbei
durch dieses Werbe-Einerlei.

Arbeitszimmer

Arbeitszimmer

Ich sitze gern vor leeren Blättern
Und schreib darauf Gedichte.

Es dauert manchmal gar nicht lang,
die Trübsal wird zunichte.

Ich geh zurück in früh´re Zeit
Und träum von Jux und Fröhlichkeit.

Und denk, bevor ich selig schlaf:
Oh je, ich war nicht immer brav!

Schwächen und Lücken

Schwächen und Lücken

Wenn ich es mir überlege …
Ich bin mir häufig selbst im Wege,

strebe nicht genau zum Ziel,
bin zu langsam, nicht agil

und habe, das ist auch nicht gut
für´s Business zu wenig Mut!

Man müsste, sag ich manchmal mir,
mal sein so wie ein wildes Tier,

das nur mit Taktik und Instinkt
die Beute glatt zur Strecke bringt.

Dann sag ich mir – und bin verdrossen –
auf wilde Tiere wird geschossen …

Mithras und der Kölner Dom

Mein lieber astrologischer Mentor Alexander von Pronay hat ein Buch über den Mithras-Kult geschrieben.
Der Mithras-Kult wurde vor der Zeit des Christentums gelebt.

Das vergriffene Buch heißt:

Mithras und die geheimen Kulte der Römer

Aurum Edition 2000 Freiburg im Breisgau 1989 ISBN 3-591 -08286-4

Aus dem Kapitel : Vergleich der Religionen

Ein synkretistischer (d.i. vermischender) Zug des Christentums ist die unverkennbar auffallende Ähnlichkeit vom Gedanken eines sterbenden und wiederauferstehenden Gottes, wie es ihn auch in den Mysterienkulten gibt, allerdings nicht in der Mithrasreligion, wo ja nicht Mithras stirbt, sondern der Stier, wenn auch dieser die Kraft hat, Pflanzen und Tiere durch sein Blut zu schaffen.

Die Parallelen sind zahlreich. Das heilige Mahl der Mithrasten findet seine Entsprechung im christlichen Abendmahl, das nicht nur eine leibliche Stärkung ist, denn wer Brot und Wein zu sich nimmt, eignet sich Christi Lebenskraft an.

Es ist daher ebensowenig gleichgültig, was man genießt und wie man es tut. Solche Gedanken führen in mystische Bereiche.

Das frühe Christentum gewann nicht zuletzt seinen Einfluß auf die Massen, weil es mit seinen Riten und Weihen durchaus ähnliche Vorgänge wie die Mysterienreligionen anbot. Ja, das Christentum wurde zum größten Mysterium schlechthin.

Für die Taufe wird Wasser exorzisiert: Es wird gereinigt, von bösen Geistern befreit, geheiligt. Auch die Vorstellung, daß sich weißer Wein in rotes Blut Christi verwandelt, mußte von den Menschen im 3. und 4. Jahrhundert als ein mystisches Erlebnis aufgefaßt werden.

Gerade weil Apologeten wie Justinus und Tertullian behaupteten, daß die Mysterienbräuche eine teuflische Nachäffung christlicher Riten seien, machten sie deutlich, wie nahe verwandt die geistigen-religiösen Strömungen der Zeit waren, die in mystischen Äußerlichkeiten mündeten. Heiden wie Christen bezichtigten sich, Riten und Gebräuche voneinander übernommen zu haben.

Dabei wird übersehen, daß Mysterienreligionen wie Christentum vielfach gemeinsame Wurzeln haben. Das Christentum stammt aus dem Judentum, das durch die Babylonische Gefangenschaft entscheidende Impulse erhielt.

Es sind dieselbe Landschaft und dieselben Verhältnisse, die ihrerseits auch den Mithraskult geprägt haben. So brauchen wir uns nicht zu wundern, wenn sich Riten und Weihen bei Heiden und Christen ähnlich vollzogen.

Eine deutliche Parallele finden wir zwischen der christlichen Taufe und den entsprechenden Initiationsriten der Mysterien. Tertullian, der sich z.B. über die geheimen Gebräuche des Mithraskultes recht genau orientiert zeigte und auch über die anderen Mysterienreligionen Bescheid wußte, stellte die zu seiner Zeit vollzogene christliche Taufe als eine recht einfache Handlung dar, im Gegensatz zum komplizierten und z.T. pompösen Ritual der Mysterien.

Aber nach und nach erweiterte sich der christliche Taufakt zu einem ganzen Komplex sakraler Riten, die in ihrer Bedeutung immer selbständiger wurden. So war es im griechischen Ritual im 4. Jahrhundert bereits üblich, daß der Priester dem Taufkandidaten den Gürtel löste, ihm die Kleider und Schuhe auszog, so daß dieser nur mit dem Untergewand bekleidet, ungegürtet, barhäuptig und ohne Schuhe mit Blick nach Osten hingestellt wurde. Dann sprach der Priester die Formel zur Beschwörung der Dämonen.

Wenn der Täufling in das Taufbecken stieg, durfte er keinerlei Schmuck an sich haben, und das Haar der Frauen mußte aufgelöst und durfte nicht zu einem Knoten zusammengenommen sein.

Nach dem Kirchenlehrer Cyrill von Jerusalem (315 – 386) mußte der Taufkandidat beim Exorzismus das Haupt verhüllen: „Verhüllt ist dein Antlitz, damit hinfort deine Seele gesammelt sei, damit dein umherschweifender Blick nicht auch das Herz ausschweifend mache. Während dir aber die Augen verhüllt sind, hindert die Ohren nichts, das Heilswort zu vernehmen.“

Das Verhüllen des Hauptes wie das Ablegen der Kleider und Schuhe findet sich aber auch bei den kultischen Reinigungen in den Mysterien. Es gibt Darstellungen, auf denen der Myste nackt in kniender Stellung oder leicht bekleidet sein Opfer darbringt. Vielfach ist es üblich, die Einweihung in einen Mysterienkult barfuß zu vollziehen. Ohne Schuhwerk erfolgen aber auch Prozessionen, z.B. Bittgänge des Mißwuchs, die davon den Namen Nudipedalia trugen. Die Sitte des Anblasens bei der Beschwörung wurde von christlichen wie heidnischen Exorzisten gleichermaßen ausgeübt.

Solche Gemeinsamkeiten mochten die Mysten bei den Christen besonders verhaßt gemacht haben, doch konnte das Christentum nicht auf magischen Riten verzichten, weil sie im Zeitverständnis der Menschen eine zu große Rolle spielten.

In der Antike war es üblich, Götterstatuen oder heilige Steine zu salben. Firmicus Maternus berichtete von einer Salbung auch im Rahmen einer Mysterienfeier. Auch bei magischen Exorzismen wurde gesalbt.

In der alten Kirche herrschte keine Einigkeit, wie der Ritus der Salbung bei der eigentlichen Tauffeier zu erklären sei. Während das Wasser bei der Taufe die Sünden abwusch, sollte der Heilige Geist sich dem Täufling durch die Salbung mitteilen, besonders nach den im Orient vertretenen Auffassungen. Im Abendland war dagegen der Brauch des Handauflegens wichtig.

Die Sitte, den Täufling vor der eigentliche Taufe zu ölen, muß es schon in frühester Zeit gegeben haben. Sie könnte in den damaligen Badegewohnheiten wurzeln, nach denen man sich nicht nur nach dem Bade mit Öl salbte, sondern auch schon zuvor.

Dem Speichel maß man in der Antike besondere reinigende Kräfte bei, weshalb dieser auch in verschiedenen Mysterienbräuchen in diesem Sinne verwendet wurde. Wenn der taufende christliche Priester Ohren und Nase des Täuflings mit Speichel berührte, kann dies seine Ursache in den alten heidnischen Bräuchen gehabt haben.

Im 4. Jahrhundert wurde es Sitte, den gesalbten Täufling in ein weißes Leinengewand zu kleiden. Während der Osterwoche wurde es dauernd getragen, bevor man es in einem feierlichen Akt wieder ablegte. Den reinen, weißen Gewändern wurden schon in Athen besondere Bedeutung beigemessen. Es wurde solange getragen, bis es unbrauchbar geworden war bzw. bis man es als Weihegabe im Tempel darbrachte.

Auch der Mithrasgläubige, der in der Opfergrube sich mit Blut benetzen ließ, trug dieses Gewand weiter, um dadurch die Kraft des Weiheaktes aufrecht zu erhalten. Später symbolisierten andere Gewänder besondere zeitliche Hüllen.

Wenn auch neutestamentliche Gedanken ausdrücken, daß bei der Taufe das Anziehen eines neuen Gewandes symbolisch für den Wandel zu einem neuen Menschen steht, finden sich doch gerade hinsichtlich der Kleidungsgebräuche Parallelen zu heidnischen Kulten und Religionen, die nicht zu übersehen sind.

In den Mysterien wurden die Einzuweihenden bekränzt. Es fanden sich aber auch Stirnbinden, wie sie im Altertum von Priestern getragen wurden. Als Christmale diente die Kopfbinde zum Auffangen des Salböls, konnte aber auch einen besonderen Akt der Weihe ausdrücken.

Dem Feuer wurde reinigende Kraft zugeschrieben, es war sakral das wichtigste Element: Fackeln symbolisierten das Feuer bei den Mysterienfeiern des Mithras wie bei den Isisprozessionen. Auch die christliche Kirche konnte nicht auf den Gebrauch von Fackeln bzw. in späterer Zeit auf brennende Kerzen verzichten, die bei Prozessionen in der Hand getragen wurden, wenn die Neugetauften in die Kirche und damit in die Gemeinde einzogen.

Man sollte meinen, daß die Gegnerschaft zwischen Mithrasten und Christen in den Zeiten von deren Verfolgung besonders deutlich sichtbar geworden wäre. Dafür gibt es jedoch keine Hinweise. Einmal mag dies daran liegen, daß es für Christen eine ausgemachte Sache war, in Mithrasbekennern ihre Feinde zu sehen, da sich diese ja voll mit dem heidnischen Staat identifizierten und den Kaiserkult billigten, wie andererseits sich die Kaiser auf die Gesinnungstreue der Mithrasten verließen. Die großen Verfolgungen unter Diocletian beweisen dies.

Gerade damals erlebte der Mithraismus seine Hochblüte, in einer Zeit also, in der es so schwer wie nie zuvor war, die nach Bevölkerung und Wirtschaftsstruktur unterschiedlichen Teile des Reiches zusammenzuhalten. Obwohl keine direkten Beweise dafür vorliegen, daß es eine Art mithrischen Papst gegeben haben könnte, muß man annehmen, daß Rom eine Art geistiges Oberzentrum war, von dem Direktiven ausgingen, welche die Politik des Kaisers förderten bzw. die den Gemeinden ein Verhalten vorschrieben, das die integrierende Kraft des Glaubens an Mithras in den Dienst der kaiserlichen Sache stellte.

Die Mithrasten lebten in ihren lokalen Bruderschaften in engem und kameradschaftlichem Kontakt, was nicht nur bei militärischen Aktionen von Vorteil gewesen sein mußte, sondern brachte auch die Verbindung der Offiziere zu allen Bevölkerungsschichten und damit wahrscheinlich ein Vertrauensverhältnis zueinander zustande, das den Rahmen einer lockeren Kasino-Verbindung durchaus überstieg.

Es war die durch heilige Eide bekräftige Kampfgemeinschaft für Mithras, die sich gegen dessen Feinde richtete und für seine Freunde wirksam werden mußte, also auch für den Kaiser, der Mithras verehrte.

Der Kern des Offizierskorps war gut mithrisch gesinnt. Wenn es also lapidar heißt, die „Heiden“ hätten die Christen verfolgt, haben wir darunter in erster Linie die Mithrasten zu verstehen, die aus Gründen der Staatsräson gegen die Christen waren, weil diese von ihnen zwangsläufig als Staatsfeinde angesehen werden mußten.

Religiöse Gründe kommen für die Gegnerschaft wahrscheinlich weniger in Betracht, denn es ist bekannt, daß die Mysterienkulte einander keine Konkurrenz machten, und das Christentum ähnelte ihnen in mehr als einer Hinsicht.

Allerdings ist nicht vorstellbar, daß ein Christ sich auch hätte zu Mithras bekennen können. Das christliche Glaubensbekenntnis schloß dies völlig aus.

So lag das Unvermögen, sich einer anderen Religionsgemeinschaft zu eröffnen, auf Seiten der Christen, was es ihnen erschwerte, gegen andere Glaubensbekenntnisse tolerant zu sein. Bei einer solchen Beurteilung müssen wir uns davor hüten, von modernen Verhaltensweisen auszugehen.

Das Mithrasbuch ist vergriffen.

Einzelne Exemplare können in Antiquariaten oder beim AURUM-Verlag bezogen werden.

Noch ein Buchtipp:

„Ob man es nun wahr­haben will oder nicht:

Ein jeder, der den am Kreuz gestorbenen Jesus von Nazareth ver­ehrt, verehrt gleich­zeitig den fernen, heute weithin unbe­kannten Gott Mithras“.

Das klingt nach starkem To­bak, zumal im gerade ausklingenden Jubiläumsjahr des Kölner Doms.

Wer ist Mithras? Was hat er mit dem Dom zu tun?

Mithras sei im Dom zu Hause, behauptet der in Dresden le­bende Buchautor Ralf Günther mit der Unbefangenheit des Außenseiters, und er sei im Dom dergestalt präsent, daß die katholische Kirche damit ein Problem habe.

Ende des Kapitel-Auszugs.

Astrologie und Glaube

Quelle: ASTROWOCHE

Eine neue Zeit bricht an.
Die Frage des richtigen Glaubens war noch nie so wichtig wie heute.

Woran glauben Sie?

Jeder Mensch glaubt an etwas. Manche glauben an nichts – auch das ist eine Form von Glauben. Viele glauben an einen Gott. Nicht alle an den gleichen. Denn jeder Gott ist anders. Der eine ist gütig, der andere bestimmt, einer hört zu, der nächste gibt Befehle. Für Menschen war es noch nie so wichtig wie heute, den richtigen Gott zu finden.

Der Streit um den richtigen Glauben erschüttert die Welt seit Anbeginn des Denkens. Denn mit dem Denken kam der Glaube in die Welt. Für den einen Clan war das Feuer die Gottheit, für den anderen das Wasser, für einen dritten die Sonne, wieder andere glaubten an den Regengott. Geglaubt und verehrt wurde das, was die Menschen zum Überleben brauchten. Die Bauern hatten Erd- und Fruchtbarkeitsgötter oder – göttinnen, bei den Fischern waren es Wassergötter und Nixen, die Jäger und Sammler verehrten Tiere und Pflanzen. Egal woran – geglaubt wurde immer.
Die Menschen entwickelten sich, die ersten Städte entstanden, die Götter verschwanden von der Erde und stiegen in den Himmel auf. Sie waren nun nicht mehr dinglich begreifbar, sozusagen Götter zum Anfassen, sondern sie wurden vergeistigt. Es entstanden die großen Weltreligionen mit ihren vielen Ablegern und Abspaltungen. Die vier wichtigsten Weltreligionen sind:

DER HINDUISMUS
Er ist die älteste der vier Weltreligionen. Die ersten Berichte über diese Religion stammen von ca. 1 800 vor Christus. Der Hinduismus entstand in Indien, er ist eine Erfahrungs- und Volksreligion. Die Heilige Schrift des Hinduismus sind die Veden Upanishaden Brahmanas. Nach diesem Glauben gibt es 300 Millionen Götter. Das Weltbild des Hinduismus besagt: Diese Welt ist nicht die Wirklichkeit, sondern Trug und Schein. Sie ist dem Sanara unterworfen, dem Kreislauf der Wiedergeburten.
Der Mensch besteht aus einer Seele und der körperlichen Existenzform, und muss durch den Kreislauf der Wiedergeburten im Spannungsfeld von Karma und Dharma. Seine Erlösung findet er im Jenseits. Er muss aus dem Kreislauf austreten, dann geht seine Seele zu Brahman ein – er ist erlöst.
Die Wege zur Erlösung sind: Gebet, Opfer, Meditation, Askese, Liebe, Hingabe, Wallfahrt und der Totenritus.
Kultstätten und Heilige Stätten: Hausaltäre, Naturtempel, der Ganges, die Stadt Benares. Die Priester sind die Brahmanen, zugleich die höchste Kaste.
Der Hinduismus ist fast ausschließlich in Indien verbreitet.

DAS JUDENTUM
Das ist die zweitälteste Weltreligion. Sie entstand etwa 1 250 v. Chr. in Kanaan. Ihr Stifter ist Moses mit seinen Offenbarungen. Die Heiligen Schriften des Judentums sind die Thora, der Talmud und die Weisungen der Propheten. Es gibt nur einen einzigen, unsichtbaren Gott: Jahwe. Der hat die Welt aus dem Nichts erschaffen, als einen Ort, in dem sich der Mensch bewähren muss und in dem er die Güte Gottes erfährt. Der Mensch ist ein Geschöpf Gottes, sein Leib und seine Seele bilden ein Ganzes, er hat die Fähigkeit der verantwortungsvollen Freiheit und muss nach den Gesetzen Gottes leben. Seine Erlösung findet er im Jenseits.
Wege der Erlösung: Opfer im Tempel von Jerusalem, Gebete, Gottesdienst, Kult-Mahl.
Kultstätten und Heilige Stätten: Tempel, Synagoge, das Haus, die Klagemauer in Jerusalem.
Die Priester sind die Rabbiner und der Hausvater.
Das Judentum ist über die ganze Welt verbreitet.

DAS CHRISTENTUM
Entstand im 1. Jahrhundert nach Christi Geburt. Seine Gründer sind Jesus Christus und seine Jünger. Die Heilige Schrift ist die Bibel. Es gibt nur einen Gott und die Dreieinigkeit Vater, Sohn, Heiliger Geist.
Gott hat die Welt aus dem Nichts erschaffen. Der Mensch muss durch das Jammertal des irdischen Leides, bevor seine Seele nach einem gottgefälligen Leben im Paradies Erlösung findet. Lebt er wider die Zehn Gebote, droht ihm die Hölle.
Wege der Erlösung: Gebet, Beichte, gottgefälliges Leben, Pilgerfahrt, Buße tun.
Kultstätten und Heilige Stätten: Kirchen, Klöster, die Grabeskirche in Jerusalem, die Via Dolorosa, Lourdes uvm.
Die Priester sind die Pfarrer, die Ordensbrüder.
Das Christentum ist auf der ganzen Welt verbreitet.

DER ISLAM
Er wurde 622 nach Christus gegründet. Religionsstifter war Muhammad (der Gepriesene). Die Heilige Schrift des Islam ist der Koran, das „zu Lesende“. Es gibt nur einen Gott: Allah.
Die Welt wurde von Allah geschaffen, er steht außerhalb dieser Welt. Der Mensch ist sein Geschöpf und seinem Willen absolut unterworfen. Der Weg des Menschen ist im Lebensbuch vorgezeichnet. Wenn er sich in seinem Leben dem Willen Gottes völlig unterwirft, dann kommt er in den Himmel voller Lebensfreuden. Widrigenfalls droht ihm die Hölle.
Die Wege zur Erlösung sind: Bekennen des Glaubens, Gebete, Fasten, Almosen, Wallfahrten, das Freitagsgebet.
Kultstätten und Heilige Stätten: Moschee, Mekka, Jerusalem, Kairo, Kairouan.
Die Priester sind der Imam, der Muezzin.
Der Islam ist im Nahen und Mittleren Osten, in Afrika und in Asien verbreitet.

Das sind die vier Hauptreligionen unserer Welt. Milliarden Menschen befolgen ihre Regeln, leben in ihrem Geist. Sie sind die Träger unseres gesellschaftlichen Lebens. Ohne sie könnte es keine Weltordnung geben, würde die Welt in Anarchie und wüstem Terror versinken. Obwohl gerade im Namen ihrer Religion fanatisierte Gläubige fürchterliche Schreckenstaten vollbracht haben.

Ansonsten zieht sich eine Blutspur durch die Geschichte der Weltreligionen:
In der Geschichte des Judentums, im Alten Testament, herrscht Mord und Totschlag.

Das Christentum schlachtete in den Kreuzzügen (allerdings: Piraterie und Versklavung gingen den Kreuzzügen voraus…) und während der Christianisierung Amerikas Millionen Menschen hin.

Zwischen Katholiken und Protestanten kam es zu jahrhundertelangen blutigen Kriegen, einer tobt immer noch in Nordirland. Moslems und Hindus brachten sich millionenfach um, als Indien 1948 unabhängig wurde. Das wird sich auch im 21. Jahrhundert nicht stoppen lassen.

Der islamische Fundamentalismus überzieht auch in unserem Jahrhundert noch die Welt mit Krieg und Terror. Religion – das heißt nicht immer auch automatisch Frieden. Nicht umsonst gibt es den Begriff des Gotteskriegers.

Quelle: ASTROWOCHE

………………………..

Der Buddhismus ist eine Philosophie, keine Religion im eigentlichen Sinne. Daher habe ich den Text aus dem Religionsthema ausgeklammert, aber in der Grundaussage nicht verändert.

DER BUDDHISMUS
Der Buddhismus ist eine Philosophie.

Der B. entstand 480 v. Chr. in Benares, Indien. Religionsstifter war Gautama Siddharta der „Buddha“, das bedeutet „der Erleuchtete“. Die Heilige Schrift des Buddhismus ist der Pali-Kanon (Tripitaka = das Wort Buddhas). Buddhisten glauben an die Ethik, an Buddha und Götter und Dämonen. Das Leben ist eine Illusion, es ist vom Leid geprägt, das durch Begierden entsteht. Das Menschenbild ist wie im Hinduismus, doch ohne Kastensystem.

Wer sein Leid und seine Begierden überwindet und den achtgliedrigen Pfad der Weisheit geht, der gelangt aus seinem Körper heraus, bis seine Seele im Nirwana verlischt.

Die Wege zur Erlösung sind: Meditation, Einhalten der Fünf Gebote, ein Leben als Mönch, das Drehen der Gebetsmühlen, der achtgliedrige Pfad der Wahrheit.

Kultstätten und Heilige Stätten: Pagoden, Stupa, Benares, Bodgaya, Borobudur, etc.

Die Priester sind die Mönche.

Der Buddhismus ist in Indien, China, Nepal, Tibet, Thailand, Burma, Japan, Sri Lanka und Malaysia verbreitet.

Zitat Ende
Quelle: ASTROWOCHE

„Sternzeichen“ und Glaube

Quelle: ASTROWOCHE

DIE STERNE UND DER GLAUBE

Wir haben Computer, wir fliegen ins All, wir erzeugen Strom in Atomkraftwerken, die moderne Medizin ist in der Lage, künstliches Leben zu produzieren – wir können fast schon Gott spielen. Aber eben nur spielen. Was auch immer wir tun, wer auch immer wir sind – ohne Glauben kommen wir (auch die Atheisten) nicht aus.

Ob wir an einen Gott glauben, an eine Ideologie, die Kraft der Natur, die Macht der Sterne – irgendetwas glauben wir.

Es ist die bohrende Frage: „Was kommt danach?“

Es ist die nagende Angst: „Ist wirklich alles vorbei, wenn das Herz aufhört zu schlagen? Was kommt danach?“

Und selbst wer an gar nichts glaubt, der glaubt an seinen Nichtglauben. Und das ist auch ein Glauben.

Natürlich stehen die Astrologie und das Phänomen des Glaubens in einem unmittelbaren Zusammenhang.

Die Sonne, der Mond – sie waren früher Gottheiten. Die Planeten, sie wurden auf Erden mit ihrem Namen als Götter verehrt.

Nun, diese Zeiten sind vorbei, die Götter sind müde geworden, der Glauben vielfach schwächer.

Viele Religionen haben sich geteilt, die Sekten sind stark geworden. Immer aber noch werden von einem eifrigen Religionsanhänger die Anhänger anderer Religionen als Ungläubige verketzert und bekämpft.

Mit ihrer Kraft wirken die Sterne natürlich auch in Glaubensfragen hinein. Das soll jetzt nicht heißen, dass ein Stier eher katholisch als evangelisch ist, dass eine Waage eher zum Hinduismus neigt als zum Islam, ein Skorpion mehr die Natur verehrt als etwa Muhammad, oder eine Schütze lieber den Idolen des Kommunismus anhängt als einem Glauben der Wiedergeburt.

DIE STERNE UND DER GLAUBE

Glaubensfragen müssen wir uns selbst beantworten, denn ohne die richtige Antwort für uns gefunden zu haben, tappen wir blind durchs Leben.

Die großen Glaubensfragen lauten:

 Woran glaube ich wirklich?
 Was ist wichtig für mich?
 Glaube ich richtig?

Diese Fragen lassen sich für jedes Sternzeichen beantworten.

ASTROWOCHE will auf keinen Fall Glaubens-Empfehlungen geben, das müssen Sie ganz allein für sich selbst im stillen Kämmerlein entscheiden. Aber wir geben Hinweise.

Widder
Ihr Glaubensmotto lautet: „Ich bin.“
Ein echter Widder glaubt erst einmal an sich selbst. Daran, dass er alles selbst schafft, keinerlei Hilfe – auch keine göttliche – braucht. Das geht solange gut, bis dieser gewaltige Ich-Glaube in seine Grundfesten erschüttert wird. Dann, wenn der Widder merkt, dass es mit „Hau ruck“ und „Hoppla, jetzt komme ich,“ auf Dauer eben auch nicht geht. Erst nach einer großen Lebenserschütterung wird sich der Widder auf den Weg zu sich selbst in sein Inneres und zu Gott machen. Denn er glaubt einfach an das Recht des Stärkeren, an die klare Macht der Sonne. Glaube – das versteht er als Inspiration und als göttliche Eingebung. Er wird versuchen eine Religion als Verbündeten zu sehen, mit dem er gemeinsam in den Lebenskampf ziehen kann. Er braucht einen Glauben, der ihn nicht einschnürt, ihm nicht mit strengen Regeln kommt. Widder, das sind vielleicht streitbare Evangelisten. Die erst im Kampf mit ihrer Religion zum wahren Glauben finden.

Stier
Ihr Glaubensmotto lautet: „Ich habe.“
Er glaubt nur, was er hört, was er sieht und was er anfassen kann. Er ist überzeugter Materialist und als solcher natürlich auch ein Realist. Den Respekt vor dem Übernatürlichen, dem Ungreifbaren, den muss ihm erst das Leben einbläuen. Vor allem glaubt ein Stier an die Macht der Natur, der Erdkräfte. Wenn eine Saat aufgeht, wenn ein Obstbaum Früchte trägt – das sieht er, das kann er begreifen, das kann er glauben. Er hat einen Hang zum göttlichen Zweifel und hadert gerne. Irgendwie macht er mit seinem Gott gerne Geschäfte. Nach dem Motto: „Ich glaube an Dich und Deine Macht, wenn das Geschäft jetzt klappt.“ Verliert ein Stier seinen Besitz, dann verliert er auch seinen Glauben und sagt: „Gott hat mich verlassen.“ Wegen seiner Naturgläubigkeit kommt ein Stier mit Buddhistischem Gedankengut sehr gut zurecht.

Zwillinge
Ihr Glaubenmotto lautet: „Ich spreche, also bin ich.“
Für ihn gilt das geschriebene oder gesprochene Wort. Sein Glauben ist das Bild im Fernsehen. Seine Realität ist imaginär und besteht aus Kommunikation. Er glaubt an das, was er hört und vor allem an das, was er spricht. Offenbart sich das bereits nach kurzer Zeit als Blödsinn, dann ist das nicht so schlimm, denn dann sagt er ungerührt: „Was interessiert mich meine Meinung von gestern?“ Ein Zwilling glaubt an das Gute im Menschen und daran, dass sich Gott in der Kunst offenbart. Bei den Religionen gefallen ihm der Prunk und die weihrauch-schwangeren Zeremonien der katholischen Kirche. Zumal da das Prinzip der Vergebung durch Beichte und Buße herrscht.

Krebs
Ihr Glaubensmotto lautet: „Ich fühle, also bin ich.“
Er glaubt nur, was ihm seine Gefühle, sein Bauch, einflüstern. Seine intensivsten Glaubenserfahrungen bekommt er durch Träume oder durch eine starke Liebesbeziehung. In seinem persönlichen Zimmer hat ein Krebs auch oftmals seinen Hausaltar errichtet: Ein Tisch, auf dem alle Familienfotos stehen, deren er habhaft werden kann. Krebse sind sehr komplizierte Menschen, die von allen Sternzeichen dem All am nächsten sind. Es gibt für sie keinen Zweifel daran, dass es einen Gott gibt, aber sie können sich nur schwer für einen entscheiden. Sie warten auf ein Zeichen, das ihnen den Weg weist. Da die Krebs-Geborenen dem Mond sehr nahestehen, kann dieser Gott durchaus mondisch sein. Krebse probieren auf ihrem Lebensweg viele Religionen und Glaubensrichtungen aus. Am nächsten dürfte ihnen der Buddhismus oder die Versöhnlichkeit des christlichen Glaubens stehen.

Löwe
Ihr Glaubensmotto lautet: „Ich führe, also bin ich.“
Das Löwe-Leben wird geprägt von dem Glauben an die Macht der Autorität. Wobei der Löwe davon ausgeht, dass er die Autorität hat, und die anderen sich unterordnen müssen. Dazu kommt – solange man ihn anerkennt und ihn lobpreist– eine liebenswerte Herzlichkeit und Großzügigkeit. Fast fühlt er sich selbst wie ein Gott und lebt nach dem Grundsatz: „Du sollst keine anderen Menschen haben neben mir.“ Für ihn ist Gott die Figur, die von den Malern des Mittelalters gemalt wurde: Ein prächtiges Wesen, das hoch über allen thront und der Welt die Richtung anzeigt, in der sie zu gehen hat. Er glaubt im Inneren aber auch an einen Sonnenkult, sieht sich manchmal als einen Pharao, halb Mensch, halb Gott. Wenn er Pech hat, wenn seine hochfliegenden Pläne nicht gelingen, dann fühlt er sich von Gott verlassen, und macht diesen für seine Misere verantwortlich. Löwen gefällt die Macht und die Pracht des Vatikans. Mit den Demuts-Religionen des Ostens können Löwe-Geborene überhaupt nichts anfangen. Jeder Gott, der Unterwerfung fordert, ist ihnen suspekt.

Jungfrau
Ihr Glaubensmotto lautet: „Ich arbeite, also bin ich.“
Die ist gerne bereit, ihr ganzes Lebens den Prinzipien der Ordnung und der Arbeit unterzuordnen. Voraussetzung: Es ist alles geregelt, und die Regeln werden eingehalten. Deshalb sind im Islam, im Christentum und in der jüdischen Religion viele Priester im Zeichen der Jungfrau geboren. Auch das strenge Klosterleben gefällt den Jungfrau-Geborenen. Für sich selbst lauten die Glaubensregeln ihres irdischen Lebens:
 Sei fleißig und arbeite
 Säe, dann wirst Du ernten
 Was Du gibst, wirst Du zurück bekommen
Für eine Jungfrau ist eine ungeregelte Religion, bei der man nur durch Meditation zur Erlösung oder zur Erleuchtung kommen kann, unvorstellbar. Ihr einziges Problem: Sie muss ihren unerschütterlichen Glauben an die Natur mit ihrem geistigen Glauben in Verbindung bringen können. Wenn es ihr gelingt, in den Pflanzen und Tieren das Wirken Gottes zu entdecken, dann hat die Jungfrau ihre richtige Religion gefunden. Dann wird sie ihr Leben lang sich innerhalb der dort festgelegten und vorgeschriebenen göttlichen Ordnung bewegen.

Waage
Ihr Glaubenmotto lautet: „Ich liebe, also bin ich.“
In ihrem ganzen Leben wird sie den Glauben an die Kraft der Harmonie und der Ausgeglichenheit nicht verlieren. Sie glaubt an einen Gott der Liebe und der Verzeihung, an einen, der nicht straft und nicht rächt. Die Rituale ihres Glaubens müssen Rituale des Verstehens und Verzeihens sein. Das Abendmahl von Jesu und seinen Jüngern – das ist ihre Welt, das kann sie mystisch verzaubern. Wenn eine Waage einsam wird, dann fühlt sie sich von Gott verlassen. Aber inmitten einer großen Menge inbrünstig betender Menschen wird sich eine Waage immer ihrem Gott sehr nahe fühlen. Sie findet ihren Glauben auch in der Kunst, in den Harmonien einer wunderschönen Musik. Waage-Geborene sind durchaus der Meinung, dass sich Gott in einem klassischen Konzert offenbaren kann. Die Harmonie des Buddhismus und die Vergebung des Christentums – das sind die Religionsrichtungen, die einer Waage-Seele wohltuen.

Skorpion
Ihr Glaubensmotto lautet: „Ich suche, also bin ich.“
Jahrelang wird er brüten und suchen und bohren und nach dem Weg zum richtigen Glauben forschen. Denn für ihn ist der Glauben etwas Geheimes, etwas tief im Unterbewusstsein verborgenes. Glaube darf nicht fassbar sein – er ist ein geistiges Gut, das man sich erobern muss. Auf dem Weg zu seinem Gott wird sich ein Skorpion tief in die Mystik versenken, wird sich mit den Offenbarungen und Prophezeiungen wissenschaftlich auseinandersetzen. Er glaubt an ein Leben nach dem Tod, glaubt aber auch an die geheimnisvolle Macht des Blutes, die er in seinen Kindern weitergibt. Für ihn ist die Seelenwanderung eine feststehende Tatsache, die er mit seiner bohrenden Suche beweisen will. Der Skorpion kann sich voller Leidenschaft vor seinem Gott auf die Knie werfen und um Erleuchtung flehen. Er ist ein sehr strenger Dogmatiker, könnte also mit Buddhismus, Hinduismus und protestantischen Religionsideen nicht viel anfangen: Sein Gott ist der strenge Gott des Alten Testaments.

Schütze
Ihr Glaubensmotto lautet: „Ich lerne, also bin ich.“
Der Schütze versucht, sich seinem wahren, nur für ihn bestimmten Glauben, mit dem Verstand zu nähern. Er wird die Schriften studieren, die Rituale lernen, sich die verschiedenen Religionen mit seinem Verstand erklären. Er wird seinen Gott in Büchern suchen. Er geht davon aus, dass in der Welt das Positive vorherrscht, und dass man das nur vorleben muss. Er neigt zu esoterischen Gedanken und sucht seinen Gott sehr oft in den östlichen Religionen. Denn er glaubt: Gott ist überall, auch ich kann Gott werden. Er wird gerne ein Jünger und läuft dann seiner Gott-Idee hinterher. Die kann sehr weltlich sein: Ein Idee, eine Parteirichtung. Für einen Schützen kann der Anti-Glaube zum Glauben werden. Dann kann er sehr fanatisch werden. Ein Schütze muss sich seinen Glauben vom Verstand her aussuchen können.

Steinbock
Ihr Glaubensmotto lautet: „Ich habe alles geregelt, also bin ich.“
Der ist ein Erzrealist, für den das Prinzip bereits ein Glauben ist. Hat er ein Prinzip zum Glauben erhoben, lässt er sich dafür notfalls in Stücke hacken. Er ist der geborene Glaubensmärtyrer. Egal, was sein Glaube ist: Gott, Buddha, seine Beziehung, seine Büro-Ordnung – da darf keiner dran rütteln. Er will über allen anderen ganz oben auf dem Berggipfel sitzen und betrachten, was denn die kleinen Ameisen da unten so alles anstellen. In seinem Glauben ist alles durch Gebote streng und genau geregelt, Änderungen werden nicht geduldet. Sein Gott waltet streng – aber gerecht. Es ist ein Glauben, der von oben nach unten regiert, der keine Ausnahmen kennt, wie z.B. der Islam.

Wassermann
Ihr Glaubensmotto lautet: „Ich bin anders, also bin ich.“
Wenn lange Haare angesagt sind, dann trägt er kurz. Wenn die anderen Hosen mit Schlag tragen, dann sind seine eng. Wenn alle auf den Straßen „Hare krishna“ singen, dann geht er auf Wallfahrt nach Altötting: Der Wassermann hat den Glauben des Andersseins. Er glaubt an das Gute im Menschen und an die Ideale der Gleichheit und Brüderlichkeit. Er glaubt, dass man das Gute in die Welt hinaustragen kann. Hat er seinen Glauben gefunden – egal welcher Ausrichtung – dann wird er ein eifriger Missionar. Eine seiner Gottheiten ist die Freiheit: Für die kämpft er, für die ist er bereit zu leiden. Die Ideale des Ur-Christentums, für die kann er sich begeistern. Die strenge Hierarchie und der verordnete Glaube im dogmatischen Katholizismus wird ihn eher abstoßen. Er wird ständig versuchen, seine Religion irgendwie zu verbessern, denn er glaubt an die Weiterentwicklung aller Dinge. Deshalb kann auch die Evolution der Natur zu seinem Glauben werden.

Fische
Ihr Glaubensmotto lautet: „Ich glaube, also bin ich.“
Sie glauben an das Übernatürliche, können es spüren und fühlen. Für Fische ist das Leben mit den Mysterien des Glaubens das völlig normale Dasein. Das ganze Universum ist für sie eine Religion, in der alle Glaubensrichtungen zu ihrem Recht kommen sollen. Fische sind bestimmt für ein Leben im Kloster, in der Diakonie oder als Priester. Sie sind fest von der Seelenwanderung überzeugt und haben einen wunderbaren Zugang zu kosmischen Gedankengängen. Der Glaube der Fische ist allumfassend. Sie glauben an Feen, Zaubergeister, Elfen, Zwerge. Dass jeder Mensch einen Schutzengel hat, das ist für sie überhaupt keine Frage, sondern eine Tatsache, die sich ja täglich beweisen lässt. Sie brauchen keine bestimmte Religion, denn sie haben ja einen Glauben. Den finden sie in der Natur, in sich selbst – oder eben in einer der vier großen Weltreligionen. Fische lassen sich da nicht festlegen.

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Numerologie = eigentlich: Numeromantie

Kurze Einführung in die Numerologie

Zum Begriff Numerologie ist zu sagen: Es müsste eigentlich Numeromantie heissen, das käme dem Thema näher.

Schon seit Urzeiten haben die Zahlen zusätzlich zu ihrer Bedeutung für das Messen und Bewerten noch eine mystische Entsprechung.

Insbesondere die alten Ägypter, Inder, Chaldäer und Juden (Literaturtip: Weinreb) schrieb u. a. über jüdische Zahlenmystik) beschäftigten sich mit der okkulten Seite der Zahlen und betrieben „Zahlenmystik“.

Die Entwicklung begann wohl mit der Beobachtung des Himmels, was dann schließlich zur Erstellung des ersten Kalenders führte, wobei insofern Parallelen zur Astrologie existieren.

Wahrscheinlich stammt das erste, zumindest überlieferte Zahlensystem von den Mayas, die es vor über 10.000 Jahren festlegten.

Die Numerologie ist sozusagen eine Interpretation der Zahlen und gibt Auskunft über Dispositionen, Charakterzüge und den Lebensweg eines Menschen. Sie beruht auf dem Prinzip der Schwingungen.

Schon der Philosoph und Mathematiker Pythagoras von Samos (6. Jh. v. Chr.) ging davon aus, daß die Zahlen von 1 bis 9 einen vollständigen Schwingungszyklus ergeben.

Diese Ansicht beruhte auf der Erkenntnis, daß sich alle denkbaren Zahlen auf die Zahlen 1 bis 9 zurückführen lassen, indem man ihre Quersumme bildet, also z.B. aus der 12 die 3 und aus der 34 die 7 bildet.

So soll er sich auch um die sog. Entität, d. h. die Qualität des Tages im Monat, an dem ein Mensch geboren ist, Gedanken gemacht haben und auch Theorien über unveränderbare „Meisterzahlen“ gemacht haben. Später kamen auch von anderen Denkrichtungen Theorie- und Erfahrungswerte über die numerologischen Hauptzahlen, die 11 und die 22, hinzu.

Nach der Lehre von der Analogie, wonach die Gesetzmäßigkeiten des Kosmos auf der Erde ihre Entsprechung finden, strahlen diese Schwingungen auf den Menschen aus, der an dem entsprechenden Tag geboren wurde oder den entsprechenden Namen trägt.

(Um den Namen interpretieren zu können, werden die Buchstaben des betreffenden Namens nach einem festgelegten Zahlenschlüssel in Zahlen von 1 bis 9 umgewandelt).

Insoweit ähnelt die logische Zahlenordnung dem Licht, oder auch den elektrischen und magnetischen Wellen. Selbst die Natur ist ja nach einem bestimmten System angeordnet und betreibt Geometrie, wodurch komplexe Muster auftreten, die von den Zahlen bestimmt sind.

Warum sollte sich der Mensch also dieses System nicht zunutze machen?

Über meine COSCARA-Methode finden Sie etwas hinter diesem KLICK …

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