Anpassung?

Anpassung? Nein, danke!

 

Zu den angepassten falsch angelernten Verhaltensweisen aus falsch verstandener Rücksichtsnahme gehören folgende Nachlässigkeiten (ich nenne sie gern „Marotten“), die oft zu einem unerfreulichen Ergebnis führen:

Jemandem anscheinend zuhören, obwohl man weder daran interessiert ist, noch einen Bezug zu dem hat, was der andere sagt (Ohren auf Durchgang … ) 

 

(Eine typische Bärenfalle wie ich in etwas anderem Zusammenhang heute wieder in einemParallel-Universum-Artikel lesen konnte. Da ging es um den Anfang eines Beziehungs-Versuchs.))

Die eigenen Bedürfnisse jederzeit zurückzustellen, wenn man glaubt, daß es der Beziehung zugute kommt (Der bitterste Vorwurf kommt dann in einem unkontrollierten Streitgespräch bei völlig unpassender Gelegenheit als „alte Kamelle“ zum Vorschein … )

Die sofortige Bereitschaft, seine oder ihre Bedürfnisse zu befriedigen (um des lieben(?) Friedens willen …)

Ganz schnell versuchen, einen Traumpartner oder eine besondere Verbindung zu erkennen
Geheimnisse preisgeben und die ganze Lebensgeschichte ausbreiten

Sich körperlich oder sexuell sofort angezogen fühlen, das ist total menschlich. Mit diesem Thema sind wir Menschenkinder innerhalb von einer Minute „durch“.
Eine „Verbindung“ einzugehen und dabei nicht einmal zu wissen, wie man jemandes Freund sein kann, tja, das …. ist ein gaaaanz anderes Ding!

Durch Dauerkontakt per Telefon, SMS, Mails, Messengers ein Gefühl von Nähe oder ein so genanntes Hochgefühl (Verliebt-sein) herzustellen und dabei im täglichen Leben alles andere stehen und liegen zu lassen?

 

Verlassen Sie sich darauf: Das ist früher oder später ätzend. Ich kenne eine Frau, die ihren „Schatz“ auf regelmäßige Anrufe „drillen“ wolltge. Raten Sie mal, wie lange der Mann das mitgespielt hat…

Sich von der Beziehung völlig ausgefüllt fühlen und sich diesem Gefühl auch ständig hingeben … (Das dürfte den Partner, der sich zunächst recht geschmeichelt fühlt, früher oder später arg belasten … )

Den anderen benutzen, um dem eigenen Leben zu entfliehen … einfach tödlich für die Harmonie … !

 

(Ich werde gern Artikel über Partnerwert folgen lassen.)

Die Beziehung zum Dreh- und Angelpunkt des Lebens zu machen … schnell öde!
Für alles, was in der Beziehung nicht richtig läuft, die Schuld und den Tadel auf sich nehmen?

Auch das macht die Sache schnell öde.

Selbst dann noch weitermachen, wenn das Ganze bereits die Wahnsinnsgrenze tangiert?

Nein und nochmals nein; so weit darf und braucht es bei Anwendung einer gewiisen Kommunikationskultur nicht kommen.


Vollständig in die Welt des anderen eintreten … (wie lange geht das gut?)

 
Akzeptieren von Eifersucht als Zeichen wahrer Liebe … oh je!

In der Beziehung seine Grenzen verlieren, sich nicht mehr oder kaum noch ausgrenzen können … na, bravo … das Chaos ist dann sicher vorprogrammiert…

Für die Beziehung unendliches Leid auf sich nehmen … oh ja, und das immer mit einem unterdrückten stummen Vorwurf dem Partner gegenüber, bis es rummst …

Nun denn:
Sie sehen ja, dass es gar nicht nötig ist, das Richtige zu tun. Man/frau muss nur das Falsche weglassen.

 


Selbst ist der Mann, selbst ist die Frau

 

Die Fähigkeit, gesunde Beziehungen aufzubauen, zu stabilisieren und in ihnen zu leben, braucht ganz andere Voraussetzungen als in den einschlägigen Magazinen , nämlich:

Die grundlegende Beziehung ist die Beziehung der beiden Partner zu sich selbst.

 

Beide Partner sollten bis zu einem bestimmten Grad ein bestimmtes Maß an Wahrhaftigkeit sich selbst gegenüber erreicht haben, und bereitwillig die Verantwortung für sich übernehmen!

Wir sind den Einflüssen der Wirklichkeit ausgesetzt, die Wahrheit ist etwas ganz Unterschiedliches,

 

Um die Wahrnehmung der Menschen ist es nicht allzu gut bestellt, ja sie ist eher schlecht. Denn wir Menschen haben alle einen blinden Fleck im Auge. Nimmt man uns den weg, verlieren wir… das Augenlicht. (Ende des augenmedizinischen Teils*gg*)

 
Jeder Partner muß auf jeden Fall seine eigene Persönlichkeit wahren können.

 

Das ist eine Kunst, die man/frau üben muss.

 

Die Beziehung zu sich selbst ist gleichzeitig eine Quelle der Zufriedenheit, sie muß geduldig gepflegt werden, nur so ist Entwicklung möglich.

Zu jeder intakten Beziehung gehört die Unterstützung des Partners, was aber nicht bedeutet, sich nur noch auf diesen Partner zu konzentrieren.

Man braucht die Fähigkeit, mit der Entwicklung einer Beziehung zu warten

Wichtig: Die eigenen Bedürfnisse zu erkennen, sie zu akzeptieren und ihnen zu folgen;
selbstverständlich AUCH: den PartnerIn wichtig zu nehmen, aber ihn nicht ununterbrochen zu umsorgen … das ist früher oder später beinahe ätzend.

Nicht bereit sein, das eigene Leben nur in die Hände irgendeines anderen Menschen zu legen

Die Verantwortung für das eigene Leben zu akzeptieren und die Verantwortung des Partners für sein Leben anzuerkennen, aber ihn auf keinen Fall einseitig belasten.

 

Risiken auf sich nehmen

– Gefühle dann mitzuteilen, wenn man sie empfindet, aber auch nicht immer und schon gar nicht ohne angesagten Termin und erst recht nicht stundenlang.

– Grenzen zu wahren und sie zu respektieren

– Fähig zu sein, dem anderen etwas mitzuteilen, ohne hinterher Kontrolle auf dessen Reaktion auszuüben.

Die Astrologie lehrt: Das Leben ist eine Kette von Wiederholungen unter veränderten Umständen…


 

Menschen, die unter Beziehungsängsten leiden, trennen sich ununterbrochen, zunächst innerhalb der gleichen Partnerschaft und von derselben Person. Meist schaffen sie es aber nicht, ihren Partner/ihre Partnerin zu verlassen und werden meist vom so verunsicherten Partner verlassen.
In anderen, schnell neu aufgebauten (Pseudo-)Beziehungen erleben sie dann wieder das gleiche Muster: sie wollen sich nicht festlegen, geben dem Partner keine Sicherheit, arbeiten einer möglichen Trennung aber dennoch sehr stark entgegen. Die Gründe für das Scheitern wird meist beim anderen gesucht, aber gern auch der Grund dafür, ob die Beziehung gelingt oder nicht. Der Aufbau wie auch das Scheitern der Beziehung erfolgt meist nach ganz ähnlichen Mustern.
Der Grund für das vorprogrammierte Scheitern liegt häufig darin, daß ein gemeinsames Wachsen mit dem Partner nicht möglich ist, da es keine gemeinsame Zielperspektive gibt, z.B. Ehe, Kinder, Freizeitgestaltung, Zusammenziehen, eine Zukunftsvision entwickeln usw. Dem Problempartner geht es meist um einen Selbstzweck, nämlich den anderen für die Befriedigung seiner unerfüllten Bedürfnisse zu „benutzen“.
Es ist heute modern geworden, daß die Betroffenen davon sprechen: „Ich bin beziehungsunfähig.“ Und dies wird nicht als Makel angesehen, im Gegenteil, eine Studie hat gezeigt, daß sich jeder dritte Mann und jede fünfte Frau für beziehungsunfähig halten.
Die Gründe dafür sind aber viel weitgreifender, als daß sie nur in der aktuellen Beziehung analysiert werden könnten:
Fast 5000 Jahre beherrschten die Männer die Welt. Heute kann sich der Mann bei seiner Suche nach seiner Identität nicht mehr auf diese herkömmliche Tradition stützen. Er muß nicht mehr stark sein, und Frauen sehen in ihm nicht mehr den Herrscher. Dennoch ist die alte Tradition durch die Erziehung sowohl bei Männern wie auch bei Frauen als Norm noch in die Köpfe eingepflanzt.
Und so werden die Beziehungen zwischen Männern und Frauen unter dieser konflikthaften Last aufgebaut und geführt: Die neuen Rollen von Männern und Frauen und die herkömmlichen in den Köpfen verwurzelten Rollen zusammenzubringen und eine lebensfähige Beziehung daraus zu entwickeln.

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